Projekt E-Bus Berlin

Die BVG testet seit Anfang September 2015 auf der Linie 204 zwischen Bahnhof Zoo und Bahnhof Südkreuz Elektrobusse. Der Clou: Die Busse werden an den Endhaltestellen in wenigen Minuten wieder aufgeladen - und das ganz ohne Kabel. Ähnlich wie bei einer elektrischen Zahnbürste wird ein einfacher physikalischer Effekt genutzt: Elektromagnetische Induktion heißt das Zauberwort. Dafür sind an den Betriebshaltestellen in der Hertzallee und am Südkreuz Ladeplatten in den Boden eingelassen, die nur dann aktiviert werden können, wenn ein E-Bus darauf steht. 

Die vier Busse vom Typ Solaris Urbino electric sind so leise wie ein moderner PKW und fahren vollkommen abgasfrei. Die BVG setzt bei der Nachladung der Busse auf 100 Prozent grünen Strom, so dass tatsächlich von einem emissionsfreien Betrieb gesprochen werden kann. Rund 260 Tonnen Kohlendioxid werden pro Jahr durch den Betrieb der E-Busse eingespart.

Vom Fahrgefühl her lassen sich die Busse noch weicher fahren. Die Beschleunigung ist glatter und beim Verzögern wird Energie zurückgewonnen. Die BVG will bis September 2016 testen, ob die Busse sich beim Einsatz  auf der Innenstadtlinie 204 bewähren. Das Projekt „E-Bus Berlin“ wird im Rahmen des Internationalen Schaufenster Elektromobilität von der Bundesregierung unterstützt. Zentrale Anlaufstelle ist die Agentur für Elektromobilität eMO, sie bündelt die Kompetenzen aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Kooperationspartner sind die Technische Universität Berlin, Bombardier Transportation GmbH, Solaris Deutschland GmbH und Vossloh Kiepe GmbH.

Derzeit bietet die BVG in den E-Bussen testweise die Versorgung mit WLAN an. Wie auch in ausgewählten U-Bahnhöfen können die Fahrgäste nach einer einmaligen simplen Anmeldung im Bus mit ihren Mobiltelefonen oder Tablets im Internet surfen. Der Versuch wird im Laufe des Jahres auf insgesamt 30 Busse ausgeweitet und Ende des Jahres ausgewertet. Wie die Anmeldung funktioniert, erfahren Sie auf der Unterseite zum Thema WLAN.

Reihe 1 - E-Bus

Infografik

Elektromobilität in Berlin