Fahren ohne Ticket wird teurer

Meldung aus dem Archiv vom 28.06.2015

Fahren ohne Ticket wird teurer

Wer künftig ohne gültigen Fahrschein in Bus oder Bahn angetroffen wird, muss tiefer in die Tasche greifen

Bereits im Mai billigte der Bundesrat eine Verordnung, auf deren Grundlage das so genannte erhöhte Beförderungsentgelt (EBE) zum 1. Juli von 40 auf 60 Euro angehoben wird. Preise, Löhne, Gehälter und Ticketpreise sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen, das EBE blieb jedoch seit 2003 unverändert. Für viele notorische Schwarzfahrer hatte es seine abschreckende Wirkung verloren.

Beweisen die Fahrgäste im Nachgang einer Kontrolle, dass sie zum Zeitpunkt der Überprüfung im Besitz einer persönlichen Zeitkarte waren, zahlen sie – gemäß §9 Absatz 3 der Beförderungsbedingungen des VBB-Tarifs – auch weiterhin lediglich eine Gebühr von sieben Euro. Übrigens: die günstigste Monatskarte für „Jedermann“ im Tarifbereich Berlin AB ist die 10-Uhr-Karte. Sie kostet 58 Euro und ist damit 2 Euro billiger als das EBE für nur eine Schwarzfahrt.

Wann das erhöhte Entgelt fällig wird
Das Erhöhte Beförderungsentgelt wird immer dann fällig, wenn ein Fahrgast bei einer Kontrolle keinen gültigen, entwerteten Fahrschein vorzeigen kann oder will – das gilt auch für die erforderlichen Fahrscheine für mitgeführte Hunde oder Räder.
Ab 1. Juli beträgt das Erhöhte Beförderungsentgelt 60 Euro.

Meldung aus dem Archiv vom 28.06.2015