Barrierefrei unterwegs

© Joachim Donath

Wir machen Sie mobil. Das bedeutet natürlich auch, dass wir unsere Bahnhöfe und Fahrzeuge weitgehend barrierefrei gestalten.

Barrierefreie Benutzung der U-Bahn

  • Der Großteil der 173 Berliner U-Bahnhöfe ist bereits heute durch den Einbau von Aufzügen oder Rampen stufenlos erreichbar. Auf mehr als 100 Bahnhöfen gibt es Blindenleitsysteme. Die BVG hat das Ziel, in den kommenden Jahren auch die übrigen U-Bahnhöfe mit Aufzügen bzw. Rampen und Blindenleitsystemen auszustatten.

  • Barrierefreie S- und U-Bahnhöfe sind mit mobilen Klapprampen ausgestattet, die am Anfang des Bahnsteigs montiert sind und vom Fahrpersonal angelegt werden. Fahrgäste, die mit ihrem Rollstuhl mitfahren möchten und Hilfe wünschen, postieren sich dort möglichst gut sichtbar, signalisieren dem Fahrpersonal den Mitfahrwunsch und geben auch gleich den Zielbahnhof an, damit das Personal auch beim Ausstieg behilflich sein kann. Auf Wunsch wird sich unser Fahrpersonal in der Leitstelle erkundigen, ob der Aufzug am jeweiligen Zielbahnhof aktuell störungsfrei zur Verfügung steht. Grundsätzlich kann man sich über Aufzugsstörungen unter BVG.de/Aufzugsstörungen, unter der Rufnummer (030) 256 22 096, im Call Center (030) 19 449, oder an unseren Notruf- und Informationssäulen informieren. Unter "Meine BVG" können Aufzugsmeldungen abonniert werden.
  • Im Zweifel vorne einsteigen: Bahnsteighöhen und -abstände zwischen Bahnsteig und Fahrzeug können von Bahnhof zu Bahnhof unterschiedlich sein. Wer nicht sicher ist, ob er am Zielbahnhof ohne Hilfe aussteigen kann, steigt am besten in den ersten Wagen ein.

Sollten Fahrgäste mit Behinderungen auf einem U-Bahnhof Hilfe benötigen, können sie diese jederzeit über die Informationssäulen auf den Bahnsteigen anfordern.

Informations- und Notrufsäulen

  • Unsere Informations- und Notrufsäulen sind so gebaut, dass sie auch problemlos von Rollstuhlfahrern benutzt werden können. In der Nähe des mittleren Knopfs in 112 cm Höhe befindet sich das Mikrofon, mit dem Rollstuhlfahrer mit der Leitstelle sprechen können. Auch hörbehinderte Fahrgäste können über die Säule Hilfe anfordern. Wenn der Kopf der Säule blinkt, kann unser Personal in der Leitstelle die Umgebung der Säule auf einem Monitor sehen. Durch das Auflegen der Hände auf die Ohren können Hörbehinderte signalisieren, dass sie die Rufanlage nicht nutzen können. In diesem Fall kommt innerhalb von rund 15 Minuten ein Mitarbeiter zur Hilfe.

Barrierefreie Benutzung von Bussen

  • Alle Busse sind barrierefrei zugänglich. Einzige Ausnahme: Auf der Ausflugslinie 218 fahren alle zwei Stunden Traditionsbusse, die nicht barrierefrei sind.

  • Damit unsere Fahrgäste leichter ein- und aussteigen können, senken sich unsere Busse an den Haltestellen automatisch ab. Fahrgäste mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen oder großem Gepäck steigen an der zweiten Tür in den Bus, um schnell und sicher in den Multifunktionsbereich zu gelangen. Dort ist Platz für mindestens einen Rollstuhl, in den Doppeldeckern und den neuen Gelenkbussen sogar für zwei Rollstühle. Darüber hinaus kann das Fahrpersonal entscheiden, ob noch weitere Rollstühle mitgenommen werden können. Für Rollstuhlnutzer haben alle Busse an der zweiten Tür eine Klapprampe, die von unserem Fahrpersonal bedient wird. Zum Einstieg stellen sich Nutzerinnen und Nutzer von Rollstühlen im Haltestellenbereich gut sichtbar auf und signalisieren dem Personal des heranfahrenden Busses ihren Mitfahrwunsch. Im Fahrzeug stehen die Rollstühle im Multifunktionsbereich am besten mit angezogenen Bremsen und mit dem Rücken zur Fahrtrichtung an den vorhandenen Sicherheitseinrichtungen.

  • Fahrgäste mit Rollator beachten bitte:
    Beim Ausstieg mit dem Rollator kann es passieren, dass die Vorderräder des Rollators in die Lücke zwischen Fahrzeug und Bordstein rutschen und der Fahrgast stürzt. Wer rückwärts aussteigt, kann dieses Risiko vermeiden. Eine Festhaltemöglichkeit an der Tür unterstützt den sicheren Ausstieg.

Barrierefreie Benutzung von Straßenbahnen

  • Ab 2017 sollen in Berlin nur noch barrierefreie Niederflurstraßenbahnen fahren. Damit das möglich ist, werden seit 2008 neue Fahrzeuge beschafft. Schon jetzt werden fast alle Straßenbahnlinien ganz oder teilweise mit barrierefreien Fahrzeugen befahren (Ausnahmen: Linie 37 und 61). Einzelheiten können den Fahrplanaushängen und der fahrinfo-barrierefrei entnommen werden. Neben den Fahrzeugen sind auch viele Haltestellen so gestaltet, dass Ein- und Ausstieg stufenlos möglich sind.

  • In den Niederflurfahrzeugen steht für Rollstühle an der ersten oder zweiten Tür ein elektrischer Hublift oder eine mechanische Klapprampe zur Verfügung, die vom Fahrpersonal bedient werden. Große Piktogramme leiten zur richtigen Tür.

  • Fahrgäste mit Rollstuhl positionieren sich dort auf dem Bahnsteig, wo die Spitze der Straßenbahn hält und signalisieren dem Fahrpersonal per Handzeichen ihren Mitfahrwunsch.

  • Im Fahrzeug stehen die Rollstühle im Multifunktionsbereich am besten mit angezogenen Bremsen und mit dem Rücken zur Fahrtrichtung an den vorhandenen Sicherheitseinrichtungen.

  • Immer vorne einsteigen: Nur die für Rollstuhlnutzer ausgewiesenen Plätze gewährleisten an Haltestellen im Straßenland oder im Störungsfall ein Verlassen des Fahrzeuges durch einen Hublift bzw. einer Klapprampe. Ein Durchrollen des Fahrzeugs ist aufgrund der geringen Durchgangsbreite nicht möglich.

Barrierefreie Fähren

  • Alle Fährschiffe der BVG sind barrierefrei nutzbar. Achtung: auf den Wegen zu den Anlegestellen der Linie F21 gibt es noch einige Stufen. Der Bezirk Treptow-Köpenick ist bereits in der Planung für einen barrierefreien Zugang.

Alle Informationen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste finden Sie in unserem Faltblatt "Barrierefrei 2016". Es liegt in allen Verkaufsstellen der BVG kostenlos aus und kann auch als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Flyer Barrierefrei 2016

Barrierefreie Routenplanung
Zur Erstellung von barrierefreien Reiserouten empfehlen wir unsere fahrinfo barrierefrei. Unter der Rubrik "erweiterte Auswahl" kann zwischen "barrierefrei"- (ohne Stufen) und "bedingt barrierefrei" (Routen einschließlich Rolltreppen) gewählt werden.

Mobilitätstrainings
Die BVG möchte mobilitätseingeschränkte Menschen dabei unterstützen, mit Bus und Bahn mobil zu bleiben und bietet dafür kostenlose Mobilitätstrainings an.
Bei den Trainings kann man in einem stehenden Fahrzeug in aller Ruhe üben, wie man mit den vorhandenen Hilfen am besten ein – und aussteigt und wie man sich während der Fahrt sichert. Freundliche BVGer helfen dabei. 

Gruppen melden sich bitte unter info@BVG.de an oder telefonisch unter (030) 19 449, Einzelpersonen können ohne Anmeldung teilnehmen.

Termine für das Mobilitätstraining

Zwischen April und November veranstaltet die BVG sieben Mobilitätstrainings.

Termine und Orte der Mobilitätstrainings 2016

Bus + Straßenbahn
Donnerstag, 22. September, 10-12 Uhr, Marzahn, Betriebshof der BVG, Landsberger Allee 576

Bus
Donnerstag, 30. Juni, 10-12 Uhr, Neukölln, Werbellinstraße 12, 12053 Berlin
Donnerstag, 14. Juli, 10-12 Uhr, Schöneberg, am U Bahnhof Kleistpark
Donnerstag, 08. September, 10-12 Uhr, Charlottenburg, Haltestelle 249, N26 (Pos. 6) vor dem S + U Bhf. Zoologischer Garten
Donnerstag, 13. Oktober, 10-12 Uhr, Spandau, Rathaus Spandau (auf dem Rathausvorplatz) 

U-Bahn
Donnerstag, 17.November, 10-12 Uhr, Mitte, U-Bhf. Alexanderplatz, Ankunftsbahnsteig U5

Bus und Bahn Begleitservice des VBB
Weitere Unterstützung: Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg bietet mobilitätsbehinderten Fahrgästen einen kostenlosen Begleitservice an. Einzelheiten erfahren Sie auf der Webseite des VBB  oder unter der Telefonnummer (030) 346 49 940.