ArchivFluchtgeschichten auf der U8
Comic-Ausstellung zum Flucht-Tunnel 57 im U-Bahnhof Bernauer Straße.
Die Ausstellung "Geschichte im Untergrund" zeigt ab 3. Oktober auf
großformatigen Plakatwänden im U-Bahnhof Bernauer Straße die
Geschichte des "Tunnel 57" als Comic.
Der eigentliche Schauplatz der Handlung von 1964 liegt in
unmittelbarer Nähe zum Ausstellungsort. Auf den so genannten
Hintergleisflächen des U-Bahnhofes Bernauer Straße erzählen die
beiden Comicautoren Thomas Henseler und Susanne Buddenberg aus der
Perspektive eines Fluchthelfers von den Vorbereitungen auf
West-Berliner Seite, vom Graben des Tunnels zur Ost-Berliner Seite,
von der Tunnelöffnung und der glücklich verlaufenden Flucht am
ersten Tag und von dramatischen Ereignissen am zweiten Tag der
Tunnelflucht, die schwerwiegende Folgen hatte.
Der Tunnel 57 war der längste Fluchttunnel, der in Berlin gebaut
wurde. Mehr als 30 Fluchthelfer gruben ihn 1964.
Namens gebend war die erfolgreiche Flucht von 57 Menschen, denen am
3. und 4. Oktober 1964 durch den Tunnel die Flucht nach West-Berlin
gelang. Da bei der Fluchtaktion der Tunnel verraten wurde, kam es
zu einem Schusswechsel zwischen DDR-Grenzsoldaten,
Stasi-Mitarbeitern und einem Fluchthelfer.
Dabei wurde der Grenzsoldat Egon Schultz von einem Kameraden
tödlich getroffen. Die Umstände seines Todes wurden vom DDR-Regime
verschleiert und konnten erst nach dem Fall der Mauer aufgeklärt
werden.
Was, wann, wo ...
Ausstellung "Geschichte im Untergrund"
ab 3. Oktober 2012, 19 Uhr
Ort: U-Bahnhof Bernauer Straße
Meldung vom 01.10.2012
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