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ArchivWir behalten das L.E.N.K.R.A.D. in der Hand
BVG konsequent auf Reformkurs
Der Standortbestimmung und der Überprüfung der bisherigen
Ergebnisse bei der Reform des Unternehmens diente eine
außerordentliche Aufsichtsratssitzung der BVG am 10. Februar 2003.
Dabei legte der neue BVG-Vorstandsvorsitzende Andreas Graf von
Arnim dem Aufsichtsrat ein Programm vor, das die
Wettbewerbsfähigkeit der BVG herstellen und sichern soll.
Die BVG ist das Rückgrat der Mobilität in der
Hauptstadt. Doch leider stagnieren unsere Fahrgastzahlen seit
Jahren. Die betrieblichen Leistungen sind international anerkannt
und auch von den Berlinerinnen und Berlinern akzeptiert. Die
Produktivität wurde in den 90er Jahren verdoppelt. Und dennoch
haben wir die sehr ehrgeizigen Ziele des Unternehmensvertrages mit
dem Land Berlin noch nicht erreicht. Und weitere Herausforderungen
kommen auf uns zu, z. B. wachsender Wettbewerbsdruck durch zu
erwartende EU-Regeln sowie neue, konkurrierende Anbieter.
So werden wir auf diese Herausforderungen antworten
Die BVG hat L.E.N.K.R.A.D. initiiert, ein Programm, mit
dem wir die Gestaltung unseres Unternehmens fest in die eigene Hand
nehmen. Jeder Buchstabe steht für einen wichtigen
Reformschritt:
L - Leitung des Veränderungsmanagements mit den
Maximen "Vorbild des Managements", "Transparenz der Fakten",
"offene, aktuelle Information"
E - EU-Regeln als Herausforderung
N - Nutzerorientierung und Kundennähe
K - Kostenführerschaft anstreben
R - Region Berlin-Brandenburg als Heimatmarkt der
BVG
A - Arbeitnehmergerechte Strukturanpassung
D - Drittmärkte ins Auge fassen.
Wir stellen uns dem Wettbewerb - denn über unseren Erfolg
entscheidet letztlich der Markt: Nur wenn wir so kostengünstig
produzieren wie unsere zukünftigen Konkurrenten, haben wir eine
Chance im Wettbewerb. Dazu dienen u. a.
- die weitere Optimierung von Dienstplänen
- das Bekämpfen von Schwarzfahrern
- eine bessere Auslastung
- ein standardisierter Fuhrpark
Wir werden uns konsequent am Kunden orientieren durch
- Personalpräsenz in Bussen, in Bahnen und auf Bahnhöfen
- zielgruppenspezifische Angebote und Produkte
- faire, weil leistungsbezogene Preise - Bonussystem
Wie es jetzt weiter geht
- Die ersten Ideen und Vorschläge werden zügig weiter konkretisiert. Dazu holt sich der Vorstand auch Mitarbeiter aus den entsprechenden Bereichen an den Tisch: Verkäufer, Busfahrer, etc.
- Ein Konsortium aus Banken und Berliner Dienstleistern wird zusammen gestellt; es wird dabei helfen, pragmatische und umsetzbare "Komplett-Pakete" zu schnüren.
- Und selbstverständlich sind die Arbeitnehmervertreter, Personalrat und Gewerkschaften eingebunden.
Die Realisierung ist ab Herbst 2003 geplant.
Meldung vom 19.02.2003
Fahrplanauskunft
Berlin hat eines der größten Nahverkehrsnetze Europas. "Täglich 18 Mal um die Erde. Und manchmal bis in den 7. Himmel."
