ArchivIm Störungsfall weiter mit der Taxe
Die BVG testet neue Form des
Ersatzverkehrs.
Ab sofort erprobt die BVG ein Verfahren, nach dem bei bestimmten
Störungen und Ausfällen nicht mehr Busse, sondern Großraumtaxen den
Ersatzverkehr übernehmen.
Die Taxen, die über die Taxizentralen alarmiert werden und mit
einem entsprechenden Hinweisschild als "Ersatzverkehr im
Auftrag der BVG" kenntlich gemacht sind, fahren die
regulären Haltestellen an und bringen die Fahrgäste bis zu der
Haltestelle, ab der der Betrieb wieder läuft.
Damit erhofft sich die BVG eine schnellere und effektivere
Bereitstellung von Fahrzeugen im Havariefall. Die betroffenen
Fahrgäste benutzen die Taxen "ganz normal" wie einen Ersatzbus, er
profitiert dabei von der schnelleren Bereitstellung und dem höheren
Komfort.
Dass Fahrgäste selber Taxen rufen, ist nicht
möglich.
Der Test ist erstmal für ein halbes Jahr geplant. Dazu hat die BVG
eine entsprechende Vereinbarung mit dem Taxigewerbe Berlin
getroffen. Hauptsächlich zum Einsatz sollen Großraumtaxen kommen,
die über die entsprechenden funk- und datentechnischen
Voraussetzungen verfügen. Die Testphase soll vor allem Erkenntnisse
bringen über die Bereitschaft und die operativen Möglichkeiten der
Taxiunternehmer, sich am Ersatzverkehr zu beteiligen.
Die BVG wird die Taxen vor allem bei Störungen außerhalb der
Stoßzeiten und auf Außenstrecken einsetzen, da die Kapazität im
Vergleich zum Bus naturgemäß begrenzt ist. Gegebenenfalls können
Taxen auch als zusätzliche Angebote zu Bussen fahren.
Die Idee, Ersatzverkehr mit Taxen abzuwickeln, ist nicht neu. In
anderen Städten, unter anderem in Nürnberg, Frankfurt am Main und
Hamburg wird dies bereits seit Längerem mit Erfolg praktiziert.
Meldung vom 10.09.2010
Fahrplanauskunft
Aktuelle Störungen
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