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ArchivAufzugsinbetriebnahme auf dem U-Bahnhof Kurfürstendamm, U1 + U9

Doppeldecker an einer Haltestelle, Pressemitteilung

Auf dem U-Bahnhof Kurfürstendamm der U-Bahnlinien 1 und 9 wurde jetzt ein neuer Aufzug in Betrieb genommen. Von nun an kann allen Fahrgästen ein weiterer barrierefreier Zugang zwischen U-Bahnbereich und Straßenlandschaft angeboten werden.

Der neue Aufzug erschließt den Bahnsteig der U1 Richtung Uhlandstraße sowie über einen weiteren Aufzug den Bahnsteig der U9. Wegen der Festlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen des Kurfürstendammes ist der Baubeginn für den dritten Aufzug (Bahnsteig der U1 in Richtung Warschauer Straße) für das Jahr 2012 geplant.

Damit ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zum kompletten barrierefreien Ausbau der U-Bahnhöfe getan. Bis zum Jahr 2020 soll der Zugang zu allen U-Bahnhöfen zu 100% barrierefrei möglich sein.

Die Baukosten für den jetzt in den Betrieb genommenen Aufzug liegen bei rund 925.000 Euro.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Die Linie U2 hat 29 Stationen und ist 20,7 km lang.
  • Das Hochbahnviadukt der U2 liegt entlang der Schönhauser Allee zwischen der Tunneleinfahrt Senefelderplatz und Vinetastraße.
  • Das Hochbahnviadukt wurde zwischen 1910 und 1930 unter maßgeblicher Mitwirkung des Architekten Alfred Grenander errichtet.
  • Das 1,7 km lange Viadukt ist einschließlich der U-Bahnhöfe Eberswalder Straße und Schönhauser Allee als denkmalgeschützte Gesamtanlage in der Denkmalliste Berlin eingetragen.


Zeitraum

  • 21. Mai 2009: Beginn 1. Teil der Baumaßnahme
  • 18.09.2009: Einbau neue Brücke am Knoten Schönhauser Allee
  • 21.05.2010: Beginn 2. Teil der Baumaßnahme


Maßnahmen 2009 - 2011
umfangreiche Grundinstandsetzung
gleichzeitig Anpassung an den neuesten Stand der Technik gliedert sich in folgende Teilmaßnahmen:

  • Erneuerung und Sanierung von 160 Brückenlagern
  • Grundinstandsetzung und barrierefreier Ausbau der U-Bahnhöfe Eberswalder Straße und Schönhauser Allee
  • Grundinstandsetzung des Viaduktes
  • Neubau der Brücke an der Bornholmer Straße


1. Teil der Viaduktsanierung

  • Einbau einer Bauweiche nördlich des U-Bahnhofs Schönhauser Allee
  • Grundinstandsetzung nördlich des U-Bahnhofs Schönhauser Allee
  • Komplettauswechselung der verschlissen Gleise und Fahrbahnbleche
  • Sandstrahlung, Ausbesserung und Versehen mit neuem Korrosionsschutz der denkmalgeschützten tragfähigen Stahlkonstruktion
  • Beginn Grundinstandsetzung und barrierefreier Ausbau der U-Bahnhöfe Eberswalde und Schönhauser Allee


2. Teil Viaduktsanierung

  • Einbau einer Bauweiche im Bahnhof Senefelderplatz
  • Grundinstandsetzung südlich des U-Bahnhofs Schönhauser Allee bis Rampe Senefelderplatz und zwischen Bornholmer Straße und Rampe Vinetastraße
  • Komplettauswechselung der verschlissen Gleise und Fahrbahnbleche
  • Sandstrahlung, Ausbesserung und Versehen mit neuem Korrosionsschutz der denkmalgeschützten tragfähigen Stahlkonstruktion


  • zusätzliche neue Zugsicherungsanlagen der U-Bahn und neue Fahrleitungsanlage der Straßenbahn
  • Lärmschutz: Geräuschintensive Arbeiten und Transporte nur in den zugelassenen Tageszeiten und Dämpfung der Sandstrahl- und Nietarbeiten durch komplette Einhausung
  • In der Sperrpause der Linien U2 und M1 wurden 600 Meter Straßenbahngleis, davon
    circa 250 Meter grünes Gleis sowie die beiden Haltestelleninseln am U-Bahnhof Vinetastraße erneuert
  • Umfassende Abdichtung sowie Grundinstandsetzung des gesamten U-Bahnhofs Vinetastraße
  • Für ein verbessertes Beleuchtungskonzept wurden zusätzlich Außenleuchten am Viadukt angebracht
  • Im Zuge der Erdarbeiten wurde die gesamte Regenentwässerung des Viaduktes erneuert



Im Schatten der Baumaßnahme fanden auch Gleisbau- und Haltestellenarbeiten in der Berliner Straße und zusätzlich Sanierung U-Bahntunnel und Tram-Haltestellen am U-Bahnhof Vinetastraße statt.

Abschließende Arbeiten zur Verschönerung des Umfeldes der Hochbahnstrecke, wie z. B. neue Pflasterung unter den Viadukten und Erneuerung der Schutzgeländer. Weiterhin wurden 80 neue Bäume (Säulen-Hainbuchen) entlang des Viaduktes gepflanzt.

Beteiligte Firmen
Fachabteilung der BVG
RV Sollinger Hütte (Stahlbau)
Fa. BLECK & SÖHNE (Bahnhöfe Schönhauser Allee und Eberswalder Straße)
Fa. BAUER (Bahnhöfe Schönhauser Allee und Eberswalder Straße)
Fa. TRAPP (Gleisbau)
Fa. SIBAU (Brücke Bornholmer Straße)
Fa. PROF. LORENZ (Planung)
Fa. DIE BRÜCKE (Bauoberleitung + Bauüberwachung)
Fa. LITTERER (Korrosionsschutz)

Meldung vom 21.12.2011

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