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ArchivKeine technischen Ursachen für Schwelbrand

Doppeldecker an einer Haltestelle, Pressemitteilung

Nach Abschluss der Ermittlungen muss nun doch als Ursache für den Schwelbrand im U-Bahntunnel der U-Bahnlinie U2 kurz hinter dem U-Bahnhof Zoologischer Garten von einer weggeworfenen oder in den Tunnel gewehten brennenden Zigarettenkippe ausgegangenen werden. Auch die von Technischer Aufsichtsbehörde und der BVG zur Unterstützung hinzugezogenen Spezialisten der Kriminalpolizei haben am Nachmittag keine Belege für eine technische oder andere Brandursache gefunden.

Die technischen Einrichtungen am Ort sind in gutem Zustand, ebenso ist der Tunnel sauber und nicht vermüllt.

Ausgebrochen war der Schwelbrand mit Rauchentwicklung kurz nach 11 Uhr an einem Notsignal, das im Regelbetrieb nicht genutzt wird. Dort hatte sich ein Übertritt aus Holz, der für Wartungsarbeiten benutzt wird, entzündet und geschmort. Der aufsteigende Rauch war von einem durchfahrenden Zugfahrer entdeckt und umgehend gemeldet worden. Die Züge wurden in Wittenbergplatz bzw. Zoologischer Garten entleert und der Bahnhof Zoo evakuiert, der Schwelbrand durch die Bahnhofsaufsicht mittels Feuerlöscher gelöscht.

Die von der BVG angeforderte Feuerwehr konnte sich somit auf Nachlöscharbeiten und die Entlüftung des Bahnhofes beschränken.

Holzteile wie der Übertritt sind gegen Entzündung imprägniert. Dennoch können brennende Zigarettenreste einen Schwelbrand auslösen. Deswegen gilt auch auf Bahnhöfen ein striktes Rauchverbot, da es immer wieder vorkommt, dass durch den Luftsog der ein- und ausfahrender Züge Kippen in die Tunnelanlagen geweht werden.

Die U-Bahnlinie U2 war zwischen 11.04 und 14.18 Uhr zwischen U Bismarckstraße und U Gleisdreieck unterbrochen. Busersatzverkehr wurde mit zehn Bussen und acht Großraumtaxen eingerichtet.

Meldung vom 23.01.2012

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