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ArchivVergabeverfahren für den Bau der U5 entschieden

Doppeldecker an einer Haltestelle, Pressemitteilung


Die BVG hat Ende Januar der Bilfinger Berger Ingenieurbau GmbH nach einem rund sechsmonatigen, offenen Vergabeverfahren nach EU-weiter Bekanntgabe den Zuschlag für das erste Los der Ausführungen der Rohbauleistungen für den "Lückenschluss U5" erteilt. Das Auftragsvolumen umfasst ca. 190 Millionen Euro brutto.

Das Mannheimer Unternehmen konnte sich gegen vier Mitbewerber in dem europaweiten Vergabeverfahren durchsetzen. Der Bau der neuen U5 ist eines der größten Verkehrsinfrastrukturprojekte in Berlin.

Das Verfahren konnte bereits zwei Wochen vor dem geplanten Abschluss und ohne Einsprüche beenden werden. "Die BVG gehört damit deutschlandweit zu den wenigen öffentlichen Auftraggebern, denen ein rüge- und nachprüfungsfreies Vergabeverfahren auch unter Einhaltung des geplanten Budgets gelungen ist, " so Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende der BVG. "Das beweist, dass wir das Großprojekt zum Lückenschluss der U5 zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor bestens vorbereitet und ein faires und transparentes Vergabeverfahren durchgeführt haben."

Das Los 1 umfasst die beiden Bahnhöfe Unter den Linden und Museumsinsel, den U-Bahntunnel, den Startschacht für die Tunnelbohrmaschine und eine Gleiswechselanlage. Der Bau des U-Bahnhofs Berliner Rathaus beginnt durch Umplanungen aufgrund archäologischer Funde erst Anfang 2013 und wird als Los 2 gesondert ausgeschrieben.

In diesem ersten und größeren Abschnitt wird die 1,6 Kilometer lange Strecke im unterirdischen Schildvortriebsverfahren gebaut. Beim teilweise unter der Spree liegenden U-Bahnhof Museumsinsel kommt wieder das bereits beim U-Bahnhof Brandenburger Tor erfolgreich angewandte Vereisungsverfahren zum Einsatz.

Der zukünftige Kreuzungsbahnhof zwischen U5 und U6, Unter den Linden, wird in offener Bauweise errichtet. Baubeginn wird noch in diesem Jahr sein. Ebenfalls in diesem Jahr wird am Marx-Engels-Forum der Startschacht für die Schildvortriebsmaschine errichtet, damit diese Mitte nächsten Jahres ihre Fahrt aufnehmen kann. Schon im Bau ist das Hafenbecken gegenüber vom Schlossplatz, über das der Tunnelaushub per Schiff abtransportiert werden soll.

Der Lückenschluss wird vor allem die bevölkerungsreichen Wohngebiete im Osten der Stadt umsteigefrei an das Regierungsviertel und den Hauptbahnhof anbinden. So verkürzt sich z.B. die Fahrzeit vom Strausberger Platz zur Kreuzung Friedrichstraße/ Unter den Linden von 20 auf sieben Minuten. Vom Frankfurter Tor in Friedrichshain zum Brandenburger Tor gelangt man mit der neuen U5 in 10 Minuten. Die Strecke soll 2019 in Betrieb gehen und täglich bis zu 155.000 Fahrgäste befördern.

Einzelheiten zum Bau der U5 und zu den neuen Bahnhöfen finden Sie auf www.BVG.de/U5

Meldung vom 10.02.2012

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