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- Nikutta: "Ein unfairer Warnstreik zu Lasten der Fahrgäste"
ArchivNikutta: "Ein unfairer Warnstreik zu Lasten der Fahrgäste"
Die ver.di-Tarifkommision hat entschieden, am Sonnabend, den 18.
Februar, von Betriebsbeginn bis 19.00 Uhr gegen die BVG einen
Warnstreik, der den gesamten U-Bahn, Bus- und Straßenbahnverkehr
lahmlegen soll, durchzuführen.
Noch am Dienstag, den 14. Februar 2012, haben die
Verhandlungsführer vom die BVG vertretenden Kommunalen
Arbeitgeberverband (KAV) und der Gewerkschaft ver.di nach
gemeinsamen Gesprächen nicht nur Stillschweigen vereinbart, sondern
gemeinsam festgelegt, dass die Tarifverhandlungen am kommenden
Montag fortgesetzt werden. Ein Scheitern der Tarifverhandlungen ist
ausdrücklich nicht erklärt worden.
Dr. Sigrid Evelyn Nikutta: „Ein Warnstreik von mehr als 15 Stunden
ist nicht nur unangemessen, er ist insbesondere gegenüber unseren
Fahrgästen höchst unfair. Auch an Sonnabenden hat die BVG mehr als
1,8 Millionen Fahrgäste, die durch einen solchen übertrieben langen
Warnstreik in ihrer Mobilität massiv behindert werden und für diese
Art von Warnstreik zu Recht kein Verständnis aufbringen
werden.
Wir befinden uns mit ver.di mitten in laufenden Verhandlungen. Es
gibt einen klaren Verhandlungspfad. Wir haben Verständnis für die
Wünsche unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sind daher
bereit – trotz der sehr engen Spielräume - die Einkommen
anzuheben.
Aber – und hier sind wir uns mit dem Land Berlin als Eigentümer und
mit unserem Aufsichtratsvorsitzenden Dr. Nußbaum völlig einig
darüber, wir tragen auch die Verantwortung dafür, dass langfristig
die Existenz der BVG nicht gefährdet wird.
Wie Sie wissen haben wir einen ambitionierten Fahrplan, um die BVG
endlich aus den roten Zahlen herauszuholen und damit die
langfristige Existenz der BVG und aller ihrer Arbeitsplätze zu
sichern. Dazu stehen uns im Prinzip drei Säulen zur
Verfügung.
Neben allen unseren unternehmerischen Anstrengungen die BVG so
effektiv wie möglich aufzustellen, ist es unser erfolgreiches
Wirken am Fahrgastmarkt – hier haben wir schon viel erreichen
können. So konnten wir im vergangenen Jahr so viele Fahrgäste wie
noch nie seit Gründung der BVG AöR gewinnen. Die Fahrgastzahlen
stiegen von rd. 922 Millionen auf 936,5 und es konnten allein in
2011 rund 25.000 neue gewonnen werden. Ein weiterer sehr wichtiger
Hebel ist eben eine maßvolle Gehaltspolitik.
Im Rahmen dieser für unser Unternehmen so wichtigen Spielräume,
sind wir mit unserem Angebot an die Gewerkschaft ver.di, das einen
Wert von knapp 40 Millionen EURO hat, an die Schmerzgrenze
gegangen.“
Die Vorstandsvorsitzende bedauert besonders, dass von diesem
Warnstreik die ganze Stadt Berlin betroffen ist. Neben den vielen
Menschen, die auch an Sonnabenden arbeiten, sind auch die
zahlreichen Besuchern der Berlinale sowie jede Menge Fußballfans
betroffen, denn HERTHA spielt am Sonnabend in einem fast
ausverkauften Olympiastadion gegen den deutschen Meister Dortmund.
Dazu werden allein 30.000 auswärtige Fans erwartet.
Aber natürlich sind auch die Berliner Nachtschwärmer besonders hart
betroffen. Da die BVG in den Nächten von Freitag zu Sonnabend einen
durchgehenden Verkehr anbietet, bedeutet eine Streikankündigung ab
4.00 Uhr morgens, dass spätestens um diese Zeit unsere Fahrgäste
auf der Straße stehen. Betriebliche Auswirkungen können allerdings
schon im Vorfeld eintreten.
Wir werden jetzt alles unternehmen, um die vom Streik betroffenen
mehr als 1,8 Millionen Berlinerinnen und Berliner sowie die
zahlreichen Gäste unserer Stadt so gut wie möglich zu informieren.
Über unser Callcenter, den Internetauftritt, die Anzeigetafeln und
Durchsagen in den Fahrzeugen werden wir ab Donnerstag alle Register
ziehen, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Wir bitten
dazu auch alle Medien um Unterstützung. Trotz der eigenen
schwierigen Lage hat die S-Bahn uns ebenfalls Unterstützung
zugesagt und wird ihrerseits auf den Warnstreik hinweisen.
Meldung vom 15.02.2012
Fahrplanauskunft
Die BVG ist Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband Berlin (KAV Berlin)
