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ArchivVer.di - Warnstreik gegen BVG trotz großer Anstrengungen nicht abgewendet

Doppeldecker an einer Haltestelle, Pressemitteilung

Weitere Anstrengungen der Unternehmensführung den von der Gewerkschaft ver.di gegen die BVG für den kommenden Sonnabend ausgerufenen 15stündigen Warnstreik abzuwenden, sind auch heute leider wieder ergebnislos verlaufen.

Dr. Sigrid Evelyn Nikutta: „Trotz all unserer Anstrengungen und dem nochmaligen Eingehen auf die Wünsche der Arbeitnehmerseite, werden wir uns nun auf einen Warnstreik einstellen müssen. Ganz ohne Frage bringen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BVG jeden Tag einen wirklich hervorragenden Nahverkehr auf die Straße und leisten ausgezeichnete Arbeit beim Ausbau, der Pflege und der Instandhaltung der Infrastruktur und den Fahrzeugen des Unternehmens. Insofern ist eine maßvolle Anhebung der Einkommen auch angebracht und gerechtfertigt. Aber wir sind im wahrsten Sinne des Wortes ein Berliner Unternehmen, denn wir gehören dem Land Berlin und so sind wir auch Teil der schwierigen finanziellen Lage der Stadt.“

Dr. Ulrich Nußbaum, Aufsichtsratsvorsitzender der BVG: „Ich weiß, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der BVG jeden Tag ausgezeichnete Arbeit leisten und so mit dafür Sorge tragen, dass die BVG als zuverlässiges Nahverkehrsunternehmen bekannt ist. Deshalb wollen wir auch die Einkommen maßvoll verbessern. Wir müssen aber zudem darauf achten, dass Berlin mit 63 Milliarden Euro verschuldet ist und wir auch bei den anderen Mitarbeitern im öffentlichen Dienst nur wenig Spielraum bei den Gehältern haben."

Zur Verdeutlichung: Die Berliner Verkehrsbetriebe haben einen ambitionierten Masterplan um das Unternehmen endlich aus den roten Zahlen herauszuholen. Damit sollen langfristig die Existenz der BVG und alle Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesichert werden. Zur Erreichung dieses Zieles sind drei Faktoren entscheidend. Weitere unternehmerische Anstrengungen, die BVG so effektiv wie möglich aufzustellen, ein weiterhin erfolgreiches Wirken am Fahrgastmarkt – hier konnten im vergangenen Jahr mit einer Steigerung von jährlich rd. 922 auf rd. 936,5 Millionen, so viele Fahrgäste wie noch nie seit Gründung der BVG AöR dazu gewonnen werden. Und ein weiterer sehr bedeutender Faktor ist eben auch eine maßvolle Gehaltspolitik.

Da sich also keine neue Entwicklung derzeit abzeichnet, beginnt die BVG nunmehr mit den technisch notwendigen Vorbereitungen auf den Warnstreik. Es geht nun darum, die mit dem Streik verbundenen schwerwiegenden Auswirkungen auf unsere Fahrgäste weitgestreut zu kommunizieren und die Fahrzeuge und technischen Anlagen für diese Situation vorzubereiten.

Mit welchen Behinderungen zu rechnen sind und die einzelnen Linienmaßnahmen entnehmen Sie bitte dem Anhang.

Meldung vom 16.02.2012

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