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ArchivStartschuss für die Tunnelarbeiten für den U5-Lückenschluss

Logo und Claim - Die neue U5. Für mehr Mittendrin.

Nach Jahren der Vorbereitung ist es nun so weit: Am 24. April 2012 fiel der Startschuss für die Tunnelarbeiten an der U5, dem Lückenschluss zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz.

Ende Januar hat die BVG der Mannheimer Bilfinger Berger Ingenieurbau GmbH den Zuschlag für den größten Teil der Rohbauleistungen erteilt. Das vorhergehende offene Vergabeverfahren konnte die BVG zwei Wochen vor dem geplanten Abschluss und ohne Einsprüche abschließen. Damit gehört die BVG bundesweit zu den wenigen öffentlichen Auftraggebern, denen ein rüge- und nachprüfungsfreies Vergabeverfahren – auch unter Einhaltung des geplanten Budgets – gelungen ist. Das ist ein guter Beginn für die Bauarbeiten und ein Beweis für die Sorgfalt, mit der die BVG dieses derzeit größte Verkehrsinfrastrukturprojekt für Berlin vorbereitet hat.

Heute wird mit den Arbeiten für den Startschacht, von dem Mitte 2013 die Tunnelbohrmaschine ihre Fahrt aufnehmen wird, begonnen. Der Startschacht wird zwischen der westlichen Rathausstraße und dem Marx-Engels-Forum in offener Bauweise errichtet.

In einem ersten Arbeitsschritt werden Schlitzwände mit einem circa 25 Meter hohen Bagger bis zu circa 40 Meter Tiefe im Boden hergestellt, um die Seiten der Baugrube abzudichten. Danach werden tiefliegende Dichtsohlen als horizontale Abdichtung hergestellt. Hierbei wird mit Hochdruck eine sogenannte Düsenstrahlsohle im Boden hergestellt.

"Basislager" am Marx-Engels-Forum
Das Marx-Engels-Forum wird von der BVG als Dreh- und Angelpunkt für die Baulogistik, quasi als Basislager, genutzt. Die Baustellenfläche wird mit einem Bauzaun von 750 Metern Länge umschlossen. Aufgrund der Nachbarschaft zum Roten Rathaus und zum Nikolaiviertel hat sich die BVG für eine besonders attraktive Zaungestaltung entschieden, die sowohl einen informierenden und als auch wegeleitenden Charakter besitzt, der für Fußgänger in der historischen Mitte, Touristen und letztlich auch für die Kultur- und Gewerbetreibenden im Nikolaiviertel einen Nutzen hat. Die Zaungestaltung nimmt Bezug auf die neue U-Bahnverbindung einerseits und die geschichtsträchtige Umgebung andererseits. Dieses Konzept verfolgt die BVG auch bei der Bauzaungestaltung für die neuen U-Bahnhöfe Berliner Rathaus, Museumsinsel und Unter den Linden. Diese Bauzäune werden zwar individuell, aber mit informierendem, orientierendem und kulturellem Charakter in einem einheitlichen Design gestaltet.

Im Basislager befinden sich die Lagerflächen für die Baumaterialien, etwa für die tonnenschweren Tübbinge. Ein moderner Tübbing ist ein vorgefertigtes Betonsegment für die Herstellung der wasserdichten Tunnelröhre im Tunnelbau. Mehrere Tübbinge bilden einen vollständigen Ring. Der Tunnel setzt sich dann aus einer Vielzahl von Ringen zusammen.
Auf der Baustellenfläche wird auch die Separieranlage eingerichtet. Sie dient dazu, den in einer Bentonitlösung verflüssigten und direkt durch die Tunnelröhren transportierten abgebauten Boden (Abraum) wieder vom Betonit zu trennen, damit er über Förderbänder auf die Lastschiffe am eigens gebauten Hafen am Marx-Engels-Forum verladen werden kann. Damit wird Bezirk Mitte um rund 12.000 LKW-Fahrten entlastet.

Die neue U5. Für mehr mittendrin
Der Hauptbahnhof, das historische Zentrum Berlins mit seinem reichen Angebot an Kunst und Kultur, das politische Berlin und die Shoppingmeile Friedrichstraße werden mit dem Lückenschluss endlich auch aus östlicher Richtung mit der U-Bahn erreichbar. Davon profitieren vor allem die großen Wohngebiete in Hellersdorf, Kaulsdorf, Lichtenberg und Friedrichshain. Umgekehrt verkürzt sich aus dem westlichen Teil der Stadt die Fahrzeit zum Tierpark Friedrichsfelde und ins idylische Wuhletal. Die neue U5 steht somit für viele Themen: Kultur, Geschichte, Shopping, Freizeitvergnügen. Da ist es nur folgerichtig, dass die „neue U5“ das Logo für das Großprojekt wird.

Diese und noch viele weitere Informationen zum Lückenschluss U5 und die Webcam sind unter www.BVG.de/U5 zu finden.

Bauphasen
April 2010:

  • Spatenstich, Beginn Leitungsarbeiten und archäologische Grabungen


September 2010:

  • Umsetzung Marx-Engels-Denkmal


Bis Ende November 2011:

  • Archäologische Grabungen vor dem Berliner Rathaus und auf dem Schlossplatz


Bis Frühjahr 2013:

  • Baufeldfreimachung zur Vorbereitung der Tiefbaumaßnahmen (Leitungsverlegungen)


Ab Ende 2011:

  • Bau einer Hafenanlage am Marx-Engels-Forum


Ab Frühjahr 2012:

  • Rohbau des Startschachtes für den Tunnelbohrer am Marx-Engels-Forum


Ab Frühjahr 2012:

  • Rohbau der Bahnhöfe Unter den Linden und Museumsinsel


Juli 2012 – Oktober 2013:

  • Unterbrechung U6 zwischen den U-Bahnhöfen Französische Straße und Friedrichstraße


Juli 2012 – Juli 2013

  • Oberirdische Sperrung Friedrichstraße im Kreuzungsbereich Unter den Linden


Ab Januar 2013:

  • Rohbau des Bahnhofs Berliner Rathaus


Frühjahr 2013 bis Sommer 2016:

  • Leitungsrückverlegung, Verfüllung der Baugruben


Frühjahr 2013 – Herbst 2014:

  • Auffahren der Tunnelröhren im unterirdischen Schildvortrieb (Tunnelbohrmaschine)


Sommer 2016 – Anfang 2019:

  • Innenausbau der Bahnhöfe


Sommer 2019:

  • Eröffnung der Verbindung Alexanderplatz – Brandenburger Tor


Hinweis: Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Planung um den Stand von Ende März handelt und es noch zu zeitlichen Verschiebungen kommen kann.

Meldung vom 24.04.2012

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