ArchivPressemitteilung vom 22. Juni 2012
BVG-Aufsichtsrat trifft weitgehende Entscheidungen für
die Zukunft
- Busverkehr zum Flughafen Tegel wird verstärkt
Der Aufsichtsrat hat das BVG-Konzept zur weiteren und intensiveren
Anbindung des Flughafens Tegel begrüßt. Der
Aufsichtsratsvorsitzende und Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum: "Auf
die BVG ist Verlass. Wieder einmal hat das Unternehmen sich schnell
und engagiert den Anforderungen gestellt und sichert damit eine,
dem Flugangebot in Tegel angepasste, ÖPNV-Anbindung."
Schon ab kommenden Montag werden die Busse der TXL-Linie von und
zum Flughafen Tegel überwiegend im 5 Minutentakt eingesetzt. Aber
auch in den verkehrsarmen Zeiten wird der TXL alle 10 Minuten
angebunden. Die Verbindungen in Richtung westliche City bleibt mit
den Linien X9 und 109 auf dem gewohnt hohen Niveau erhalten. Da bis
nach 23.00 Uhr Flugzeuge in Tegel landen, ist auch der Busverkehr
entsprechend worden und fährt angepasst länger.
Mit 12 zusätzlichen Servicekräften unterstützt die BVG den
möglichst reibungslosen Ablauf der An- und Abfahrten am Flughafen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erteilen Fahrplanauskünfte und
verkaufen auch Fahrausweise. Insgesamt sind damit jeden Tag 20
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BVG mehr im Einsatz, um den
Fluggästen eine bequeme und schnelle An- oder Abreise zu
ermöglichen. Alle zwei Minuten wird ein Bus den Flughafen anfahren
bzw. verlassen und über die Anschlüsse zu U- und S-Bahnen günstige
Verbindungen in und aus allen Richtungen anbieten.
In den kommenden 3-4 Wochen wird dieses zusätzliche Angebot dann
auch vollständig in die Pläne und die Auskunftssysteme
eingearbeitet sein und kann dann auch wieder – wie gewohnt - über
Internet und Handy abgerufen werden.
- Neue U-Bahnzüge für das Kleinprofil
In seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat der BVG der
Beschaffung von 2 Vorserienfahrzeugen mit der Option auf Vergabe
einer Serienherstellung neuer U-Bahnzüge beschlossen. Nach dem
jetzigen Zeitplan könnten damit 2015 in einem ersten Schritt zwei
Vorserienzüge geliefert werden. Diese werden dann einem ausgiebigen
Praxistest unterzogen. Die Auslieferung der neuen Serie könnte dann
Ende 2017 beginnen. Diese neuen durchgehenden 4-Wagenzüge werden
die U-Bahn der Serie A3L71 - die damit nach mehr als 45 Jahren
Einsatz ausgemustert werden - ersetzen.
Die neuen U-Bahnen werden im Gegensatz zu der auszumusternden Serie
durchgehend begehbar sein und ein modernes Außen- und Innendesign
erhalten. Weiterhin sind vorgesehen: Eine Luftfederung, die einen
erhöhten Fahrkomfort sichert und moderne
Fahrgastinformationsgeräte. Die Züge werden zudem komplett mit
Videokameras ausgerüstet. Außerdem werden sie die Eigenschaft
besitzen, beim Bremsen ca. ein Fünftel der aufgenommenen Energie
wieder in die Stromschiene zurückzuspeisen. Diese Bremsenergie
steht dann anderen U-Bahnen zum Anfahren zur Verfügung. Ein
weiterer Aspekt ist die Barrierefreiheit. Die neuen Wagen sollen
einen niveaugleichen Einstieg vom Bahnsteig in den Wagen
ermöglichen. Außerdem soll es einen Mehrzweckbereich mit
Klappsitzen und einen eigenen Rollstuhlbereich geben. Eine
behindertengerechte Ausführung und Höhe der Türtaster sowie ein mit
dem Blindenverband abgestimmtes Haltestangenkonzept sind ebenfalls
vorgesehen.
Durch die sogenannte "Bombierung" werden die neuen Züge 10 cm
breiter und ermöglichen dadurch eine komfortablere Anordnung der
Sitzflächen und Mehrzweckbereiche. Die gesamte Maßnahme zur
Neubeschaffung von neuen U-Bahnzügen wird vom Land Berlin mit rd.
158 Mio. EUR finanziert.
- Weitere 39 neue Straßenbahnen bestellt
Weiterhin stimmte der Aufsichtsrat dem 2. Serienabruf von
zusätzlich 39 Straßenbahnfahrzeugen vom Typ "FLEXITY Berlin" zu.
Unter Berücksichtigung der Bestellung über 99 Fahrzeuge aus 2010
werden damit insgesamt 38 lange Einrichtungsfahrzeuge und 47 lange
Zweirichtungsfahrzeuge sowie 53 kurze Zweirichtungsfahrzeuge beim
Hersteller Bombardier Transportation bestellt. Damit reagiert die
BVG zum einen auf die sehr positive Entwicklung der Fahrgastzahlen
bei der Straßenbahn und zum anderen ermöglichen
Zweirichtungsfahrzeuge den eventuellen Verzicht auf Wendeschleifen
bzw. die Verbesserung der Haltestellengestaltung. Mit dieser
Beschaffung ist dann auch gesichert, dass die alten Tatrawagen bis
zum Jahr 2017 endgültig ausgemustert werden können. Das vom Land
Berlin finanzierte Gesamtbudget beträgt 439,1 Mio. EUR.
- Vorstandsverträge verlängert
Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung wurden auch zwei
Personalentscheidungen getroffen. Der Aufsichtrat unter Vorsitz von
Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum hat die vorzeitige Verlängerung
zweier Vorstandsverträge beschlossen. So wird der Vertrag der
Vorstandsvorsitzenden und Vorstand Betrieb der BVG, Dr. Sigrid
Evelyn Nikutta und der Vertrag des Vorstands Vertrieb und Finanzen
der BVG, Henrik Falk ab dem 1. Januar 2013 jeweils um fünf Jahre
verlängert. Der Aufsichtsrat wird diesen Beschluss der
Gewährträgerversammlung mit der Empfehlung auf Zustimmung
vorlegen.
Meldung vom 22.06.2012
Fahrplanauskunft
Die BVG ist Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband Berlin (KAV Berlin)
