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ArchivDie neue U5 teilt die U6 in zwei Linien:
Die neue U5 teilt die U6 in zwei Linien: Der neue
Kreuzungsbahnhof Unter den Linden entsteht
Die gute Nachricht zuerst: Berlins berühmteste Straßenkreuzung
Unter den Linden / Friedrichstraße bekommt einen eigenen U-Bahnhof.
Sogar einen Kreuzungsbahnhof. Hier treffen sich die "alte",
unterhalb der Friedrichstraße verlaufende U6 und die "neue"
Ost-West-Verbindung zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz,
die verlängerte U5. Nach der Fertigstellung gibt es eine
umsteigefreie Verbindung zwischen historischer Mitte, Rotem
Rathaus, Nikolaiviertel, Museumsinsel und Regierungsviertel sowie
dem Hauptbahnhof. Davon profitieren neben den Berlinerinnen und
Berlinern, auch die vielen Touristen, denn das bedeutet kurze Wege
zu den Sehenswürdigkeiten.
Für die umfangreichen Tiefbauarbeiten für den Kreuzungsbahnhof,
muss die U-Bahnlinie U6 zwischen den U-Bahnhöfen Friedrichstraße
und Französische Straße für circa 16 Monate unterbrochen werden.
Die Sperrung beginnt am 30. Juni 2012, gegen 21 Uhr, und dauert
voraussichtlich bis Herbst 2013.
Die neue U-Bahnlinie U5, von der ab 2019 ein reibungsloses
Umsteigen auf die U6 erfolgen soll, muss dabei unter die U6 gebaut
werden. Das erfordert zunächst den vollständigen Abbruch des
bestehenden U6-Tunnels. Der erste Arbeitsschritt sieht den Umbau
von Stellwerkstechnik, Gleisanlagen, Strom- und
Kommunikationsanlagen vor, damit ein dichter Pendelverkehr auf den
beiden Teilstrecken der U-Bahnhöfe Alt-Tegel – Friedrichstraße
sowie Französische Straße – Alt Mariendorf sichergestellt werden
kann. Ende August beginnen dann die Abbrucharbeiten am
U6-Tunnel.
So wie der neue U-Bahnhof Museumsinsel wird auch der U-Bahnhof
Unter den Linden in der so genannten Deckelbauweise errichtet. Zur
Vermeidung von Dreck und Lärm erhalten die Baugruben gleich nach
der Abdichtung einen Stahlbetondeckel, der Lärm und Staub
zurückhält. Dieser Deckel (circa 6.000 m2) ist so stabil, dass
darüber der Verkehr bereits wieder fließen kann, während darunter
noch gearbeitet wird. Zuerst aber werden, in einem ersten
Arbeitsschritt, Schlitzwände in den Boden getrieben, um die
Seitenflächen der Baugrube abzudichten. Danach werden im so
genannten Düsenstrahlverfahren mittels Hochdruckinjektion eine
Dichtsohle sowie ein Aussteifungsrost hergestellt. Der Deckel, der
die Baugrube abschließt, hat Öffnungen, damit das Erdreich (circa
27.000 m³), das ein Bagger unter dem Deckel abträgt,
abtransportiert werden kann und damit die Baustoffe (Beton, Stahl
etc.) für den unterirdischen Rohbau des Kreuzungsbahnhofes
angeliefert werden können.
Verkehr auf der U6 unterbrochen – die Verkehrsmaßnahmen im
Überblick
1. Bauphase:
30. Juni 2012, circa 21:00 Uhr, bis 21. August 2012,
Betriebsende
In dieser Zeit besteht Pendelverkehr jeweils im
12-Minuten-Takt
(abends 10 Minuten)
- zwischen U Schwartzkopffstraße und U Friedrichstraße sowie
- zwischen U Französische Straße und U Hallesches Tor.
Nach dem gültigen Fahrplan fahren die Züge
- zwischen U Alt-Tegel und U Schwartzkopffstraße sowie
- zwischen U Hallesches Tor und U Alt-Mariendorf.
Die U6 fährt nicht zwischen den U-Bahnhöfen Friedrichstraße und
Französische Straße.
2. Bauphase:
22. August 2012, Betriebsbeginn, bis voraussichtlich Herbst
2013
Die U-Bahn fährt wie gewohnt
- zwischen den U-Bahnhöfen Alt-Tegel und Friedrichstraße
sowie
- zwischen den U-Bahnhöfen Französische Straße und
Alt-Mariendorf.
Die U6 fährt nicht zwischen den Bahnhöfen U Friedrichstraße und U
Französische Straße.
Für den Zeitraum der Baumaßnahme bitten wir unsere Fahrgäste, die
Strecke zwischen den U-Bahnhöfen Französische Straße und
Friedrich-straße, sofern möglich, zu Fuß zurückzulegen. Die
Entfernung beträgt nur circa 500 Meter. Der Fußweg zwischen den
U-Bahnhöfen Französische Straße und Friedrichstraße führt immer
entlang der Friedrichstraße und ist ausgeschildert und gut sichtbar
gekennzeichnet. Ein Teil der Strecke ist überdacht.
Der Fußweg zum U-Bahnhof Friedrichstraße (U6) verläuft auf der
östlichen Straßenseite und zum S-Bahnhof Friedrichstraße auf der
westlichen Straßenseite. Ausgeschildert ist auch der barrierefreie
Weg von bzw. zu den Haltestellen der Buslinie 147.
Barrierefreie Umfahrung
Der U-Bahnhof Französische Straße ist nicht barrierefrei. Um eine
barrierefreie Umfahrung zu gewährleisten, kann zwischen U
Stadtmitte und U Friedrichstraße und umgekehrt die Buslinie 147
genutzt wird. Der Bus 147 fährt während der Baumaßnahmen nicht wie
bisher über U Französische Straße, sondern über U Stadtmitte. Dabei
fährt er baubedingt über die Glinkastraße.
Der U-Bahnhof Hallesches Tor ist zwar nicht barrierefrei, aber das
Umsteigen in den Pendelzug ist durch den Einsatz mobiler Rampen
gewährleistet.
Auch der Individualverkehr ist betroffen
Zur Herstellung der Baugruben für den neuen U-Bahnhof Unter den
Linden muss u. a. ab 13. Juli 2012 bis 16. Juli 2013 die
Friedrichstraße komplett von der Behrenstraße bis zur Kreuzung
Unter den Linden gesperrt werden. Zusätzlich wird die Süd-Fahrbahn
der Straße Unter den Linden von der Glinkastraße bis zur
Charlottenstraße für 16 Monate gesperrt. Während der Sperrzeit wird
der Individualverkehr in West-Ost-Richtung weiträumig umgeleitet.
Für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Straßenverkehrs,
einschließlich Busse, wird die nördliche Fahrbahn Unter den Linden
zweispurig für den Verkehr in Ost-West-Richtung eingerichtet sowie
zusätzlich eine Spur in West-Ost-Richtung, die nur für Busse und
Taxis zur Verfügung steht.
An der Baustelle vorbeilaufen und gewinnen
Während die Berliner Verkehrsbetriebe sonst bei Schienenbaustellen
bemüht sind, regelmäßig Umfahrungsmöglichkeiten mit Bussen oder
Bahnen anzubieten, empfehlen wir in diesem Fall den Fahrgästen ganz
bewusst den Fußweg. Schließlich handelt es sich bei der zu
überwindenden Strecke lediglich um circa 500 Meter – eine Distanz,
die die meisten Menschen in weniger als 10 Minuten zu Fuß
zurücklegen. Da der Bus 147 sich seine Ausweichroute durch die
Glinkastraße mit dem ebenfalls umgeleiteten Individualverkehr
teilen muss, ist schon im Vorfeld absehbar, dass es zu Staus und
damit zu deutlichen Fahrzeitverlängerungen kommen kann. Kurzum: wer
zu Fuß gehen kann, ist klar im Vorteil.
BVG-Mitarbeiter werden an den U-Bahnhöfen Auskünfte geben, dazu
gibt es umfangreiches, zweisprachiges Informationsmaterial und ein
Wegeleitsystem, das die Orientierung erleichtert. Allen Fahrgästen,
die nicht im direkten Einzugsbereich der Baustelle zu tun haben,
empfiehlt die BVG ohnehin die weiträumige Umfahrung mit U-Bahn oder
S-Bahn. Dank des engmaschig verknüpften Berliner Nahverkehrsnetzes
bieten sich dafür zahlreiche Möglichkeiten an (z. B: U8, U9, über
den S-Bahn-Ring oder die S-Bahnlinien in Nord-Süd-Richtung).
Um den ungewöhnlichen Ersatz- “Fußverkehr“ in der Anfangsphase für
die Pendler bekannt zu machen, veranstaltet die BVG ein
Gewinnspiel. Für die Teilnahme benötigt man eine Stempelkarte, die
man einmal am Tag an einem der beiden U-Bahnhöfe Französische- bzw.
Friedrichstraße, am Fahrausweisentwerter abstempelt und bis
14.11.2012 komplett abgestempelt an die BVG zurückschickt. Als
erster Preis winkt ein Kurztrip nach Hamburg inklusive Bahnfahrt,
Kulturprogramm und Übernachtung. Außerdem verlosen wir diverse
Tickets, z. B. für den Friedrichstadtpalast oder Admiralspalast.
Vom 25. Juni bis 3. Juli 2012 halten BVG-Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter die Karten auf den beiden U-Bahnhöfen für Teilnehmer
bereit und informieren auch über fahrgastrelevante Themen zur
Baumaßnahme U6. Die Stempelkarten, die nicht als Fahrausweis
gelten, sind auch bei ausgewählten Partnern der
Interessengemeinschaft Friedrichstraße erhältlich.
Das Bauzaunkonzept Unter den Linden
Wer sich für die schnelle Variante, den kurzen Fußweg entscheidet,
läuft direkt an der Baustelle und dem Bauzaun entlang. Bauzäune
wirken in erster Linie störend: Sie versperren die Sicht und den
Weg und zwingen dann auch noch zu Umwegen. Um die
Beeinträchtigungen für Fußgänger, Passanten, Anwohner,
Gewerbetreibende und Fahrgäste entlang der Baumaßnahme zum
Lückenschluss der U5 im historischen Herzen Berlins abzumildern,
erhalten alle Bauzäune der Baumaßnahme „Neue U5“ eine besondere
Gestaltung. Damit erfüllt die BVG Vorgaben des Aufgabenträgers und
schafft gleichzeitig eine Berlin-Neuheit. Erstmals bekommen alle
Bauzäune der vier Großbaustellen (Unter den Linden, Museumsinsel,
Marx-Engels-Forum und Berliner Rathaus) eine einheitliche
Gestaltung und ein individuelles Farbkonzept. Neben umfangreichen
Orientierungshinweisen zu touristischen und anderen wichtigen
Adressen erläutern sie das Baugeschehen und geben geschichtliche
und kulturhistorische Verweise zu markanten Berliner Ereignissen.
So sind sie umfassendes Kommunikationsmittel: informativ,
attraktiv, unterhaltend, und berichtend. Damit werden sie auch
Plattform für die von den Bauaktivitäten betroffenen Anlieger.
Entsprechend den Vorgaben von Bezirk und Senat hat die BVG dabei
auf eine ausgewogene Balance zwischen werblichem Anliegen und dem
respektvoll ästhetischem Umgang mit der historischen Mitte Berlins
geachtet.
Meldung vom 25.06.2012
Fahrplanauskunft
Die BVG ist Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband Berlin (KAV Berlin)
