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ArchivNeue BVG-Fähren künftig mit Elektroantrieb unterwegs

Doppeldecker an einer Haltestelle, Pressemitteilung

Da die derzeitigen Verträge zum Betreiben der sechs BVG-Fährlinien Ende 2013 auslaufen,
wurden die Fährleistungen im letzten Quartal 2012 neu ausgeschrieben. Die Ausschreibung ist nun abgeschlossen und hat folgende Ergebnisse:

Ab 01.01.2014 werden auf den fünf BVG-Fährlinien neue Schiffe eingesetzt. Alle Fähren verfügen über eine behindertengerechte Ausstattung, es können Fahrräder transportiert werden und bis auf die Linie F10 werden alle Fähren mit Elektroantrieb betrieben.

Die Fähre F10 Wannsee – Alt-Kladow (Ganzjahresfähre) wird ab 2014 von der Stern– und Kreisschiffahrt betrieben. Das neue Fährschiff auf dieser Linie wird 300 Personen Platz bieten (davon 150 Sitzplätze), es können bis zu fünf Rollstühle mitgenommen und bis zu 60 Fahrräder transportiert werden. Der gesamte Fahrgastraum ist beheizbar und behindertengerecht ausgestattet. Der schnelle Ein- und Ausstieg wird durch eine drei Meter breite Hydraulikrampe gewährleistet. Das Schiff wird mit einem Dieselmotor ausgestattet, der dem neuesten technischen Standard entspricht.

Die Fähren F11 Oberschöneweide,Wilhelmstrand – Baumschulenstraße (Ganzjahresfähre),
F12 Wendenschloß,Müggelbergallee – Grünau,Wassersportallee (Ganzjahresfähre),
F21 Krampenburg – Schmöckwitz, Zum Seeblick (Saisonfähre),
F23 Rahnsdorf, Müggelwerder Weg – Rahnsdorf, Kruggasse (Saisonfähre)
werden ab Januar 2014 von Weiße Flotte Stralsund betrieben. Die neuen Fährschiffe auf diesen Linien werden jeweils 35 Personen Platz bieten (davon 28 Sitzplätze), zwei Rollstühle mitnehmen können und bis zu zehn Fahrräder transportieren. Der Fahrgastraum für die Rollstuhl- und Sitzplätze ist bei den Ganzjahresfähren beheizbar und ist behindertengerecht ausgestattet.
Das Wichtigste bei diesen neuen Fähren ist die technische Ausstattung. Der Antrieb der Schiffe erfolgt mittels eines Elektromotors. Die Pufferung der Batterien erfolgt über Solarzellen auf dem Dach der Fähren und über einen zusätzlichen Generator, der mit einem Russfilter versehen ist. Bei genügender Sonneneinstrahlung ermöglicht dieses System ein Fahren allein mit Solarenergie, bei schlechtem Wetter sichert der Generator die Einsatzbereitschaft des vorhandenen Batteriesatzes. Über Nacht werden die Batterien zusätzlich per Ladestrom aufgeladen. Der Einsatz von Elektrofähren ist in dieser Größe und Anzahl der Schiffe bisher einmalig in Deutschland.

Meldung vom 09.01.2013

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