Betriebshof Lichtenberg
Gemeinsam mit dem Hof Indira-Gandhi-Straße wird der gesamte Busbetrieb im Nordosten Berlins von diesen beiden Höfen abgedeckt.
Der Betriebshof Lichtenberg war im Jahre 1913 ein reiner Straßenbahnhof. 1951 wurde ein Teil zum Betriebshof für Oberleitungsbusse (Obus) umfunktioniert. Der Hof in der Siegfriedstraße diente dem Obusbetrieb als Wagendepot, für die Inspektionen und zum Unterstellen der Fahrzeuge. Nach entsprechender Stadtplanung begann 1966 der schrittweise Rückbau der Leitungsanlagen. Am 1. Februar 1973 wurde mit der Linie O 37 die letzte Obuslinie auf Kraftbus umgestellt. Von 1976 bis 1990 wurde der Hof umgebaut, so dass er jetzt als Bus-Betriebshof fungiert. Somit ist der Hof in der Siegfriedstraße der einzige gemeinsame Betriebshof für Straßenbahn und Bus.
Mit einer Gesamtfläche von nur 38.712 Quadratmetern gilt er als der kleinste Bus-Betriebshof der Berliner Verkehrsbetriebe und bietet 113 Bussen ein zu Hause. Rund die Hälfte der Gesamtfläche ist bebaut und 357 Kollegen aus dem Fahrdienst, der Technik oder der Verwaltung füllen den Betriebshof mit Leben.
Auf dem Hof in Lichtenberg werden außerdem in der Centerwerkstatt die größten Cabrios und Partyräume hergestellt. Wer sich einen Doppeldecker oder Eindecker nach eigenen Wünschen umbauen lassen möchte ist in Lichtenberg an der richtigen Adresse. Hier werden Toiletten, Ledersitze, Konferenztische und vieles mehr eingebaut. Wenn der Kunde es wünscht, wird auch das Dach abgesägt und schon wird aus einem Bus das größte Cabrio Berlins. Außerdem findet hier die Endfertigung der neuen Doppeldecker statt.