plus_02 2008
Bühnengeflüster
Dass die BVG die größte Bühne Berlins ist, wissen alle, die
unseren Filmspot, schon einmal im U-Bahnfernsehen gesehen haben.
Jetzt wird auch ein U-Bahnhof zur Opernbühne. Wir haben einmal dem
Bühnengeflüster gelauscht.
Die Vorbereitungen für die Aufführungen für Mozarts wohl
bekanntester Oper, die Zauberflöte, laufen schon. Ende April ist
die große Premiere. Doch das Besondere an dieser Inszenierung ist
die Bühne. Christoph Hagel inszeniert die Zauberflöte im U-Bahnhof
Bundestag. In unmittelbarer Nähe zum Reichstag gelegen, ist der
eigenwillig gestaltete Bahnhof mit seinen gewaltigen Säulen und
Emporen ein idealer Ort für das Singspiel, in dem es um den
Gegensatz von Gut und Böse und um die Macht der Liebe geht. Als
Teil der künftigen U55 ist der Bahnhof noch nicht öffentlich
zugänglich, für die Zauberflöte aber wird er exklusiv
geöffnet.
Auf anderen Bühnen munkelt man, Falco, das Popidol der 80er-Jahre
und der vor zehn Jahren in der Dominikanischen Republik
verunglückte, wäre in Wien gesichtet worden. Ganz sicher handelt es
sich hierbei um Axel Herrig. Der Berliner ist die perfekte
Reinkarnation und erzählte plus_02, wie er einst zu der Falco-Rolle
kam.
Bühnen ganz anderer Art, werden im Laufe des Jahres wieder an, und
auf einigen Trassen und Bahnhöfen der U-Bahn aufgestellt. Von Hebe-
und Arbeitsbühnen ist in unserem Beitrag "Bauen, buddeln pendeln"
die Rede. Rund 80 Millionen Euro investiert die BVG in diesem Jahr,
um Schäden die der Zahn der Zeit an Gleistrassen und Bahnhöfen
hinterlassen hat. Wo eine Verjüngungskur ansteht, hat plus_02
recherchiert.
