plus_08 2008
Keine Ferien auf der Baustelle
Kaum sind Ferien in Berlin, bricht bei der BVG das Baufieber
aus. In diesem Jahr zum Beispiel in Kreuzberg auf der U1. Unschöne
Folge: es gibt teilweise lang andauernde Sperrungen und die
Fahrgäste müssen auf Ersatzbusse umsteigen.
Während unten Autos und Busse die Gitschiner Straße entlang fahren,
haben die Bauarbeiter oben alle Hände voll zu tun: Die
Hochbahntrasse zwischen "Kotti" und Gleisdreieck muss sich einer
Frischzellenkur unterziehen. Eingepackt in einen gelben Gummianzug,
mit Handschuhen und Gesichtsvisier unter dem Helm, bearbeitet Bernd
Günke den Rost mit einem Hochdruckstrahler. Der gebürtige Rostocker
ist damit auch auf der Hochbahn in seinem Element, denn gelernt hat
er Hochseefischer. Grünke und seine Kollegen müssen sich ranhalten,
denn insgesamt ist die Bauzeit knapp bemessen. In gut vier Monaten
soll die die U1 wieder rollen.
Er ist ein Botschafter auf dem Großen Gelben. Busfahrer Stephan
Lange sprudelt förmlich für seine Sache. Mit seiner Initiative
"Schau nicht weg", will er mit Berlinerinnen und Berliner gemeinsam
gegen Gewalt und Vandalismus vorgehen. Sein Traum ist schneller
wahr geworden, als sich Stephan Lange erhofft hatte: Inzwischen
schauen nämlich viele auf Stephan Lange und "seine Sache", selbst
Klaus Wowereit. Am 18. Juni wurde Stephan Lange vom Regierenden
Bürgermeister zum "Botschafter für Berlin" ernannt. Und Stephan
Lange hat noch viel vor.
Wenn am 30. August wieder tausende Nachtschwärmer in die Berliner
Museen strömen, hat auch die BVG alle Hände voll zu tun. Zur 23.
Langen Nacht der Museen sorgen wieder Busse auf zehn festen Routen
für einen bequemen Transfer zwischen den Museen. In dieser
Museums-Nacht öffnen über 100 Häuser ihre Türen. Auch unser
U-Bahn-Museum im U-Bahnhof Olympia-Stadion wartet auf Schaulustige
Nachtschwärmer. Hinkommen kann man ganz stilecht: von 18 bis 2 Uhr
ist ein historischer Sonderzug zwischen Potsdamer Platz und
Olympia-Stadion unterwegs.
In die Zukunft dagegen schaut die internationale Funkausstellung,
die eine Woche lang unter dem Funkturm das Neueste aus der Welt
Unterhaltungselektronik zeigt. Erstmal werden hier Bildschirme
gezeigt, die so dünn sind, dass sie beinahe mit der Wand
verschmelzen. Natürlich gehört Partystimmung zu einer Messe, auf
der sich alles um Unterhaltung, Spaß und bunte Bilder dreht. Und so
werden einem wieder so manche Radiostimmen und Fernsehgesichter auf
dem Messegelände über den Weg laufen. Übrigens: IFA-Tickets sind
bis zum 28. August auch überall dort, wo es BVG-Fahrscheine gibt zu
haben. Vorteil für alle IFA-Interessierten: die Tageskarte kostet
nur 10 Euro statt 14 Euro.
Na dann, gute Unterhaltung mit unserem August-Magazin!
