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plus_07 2007

Titelbild von plus_07 | 2007

Wasser: zum bauen, baden und brüten

"Ich kann kein Wasser mehr sehn", werden jetzt unsere Reporter sagen, nachdem wir unsere Juli-Ausgabe fertig haben. plus_07 hat sie nämlich in Sachen kühles Nass losgeschickt und Wasser unterschiedlichster Art entdeckt...

...Wasser zum bauen, zum baden, zum brüten. Mit unserer Sommer-Ausgabe folgen wir einem Trend, der sich in der Stadt längst durchgesetzt hat: die Wiederentdeckung des Wassers in der Stadt. Denken wir nur an die vielen Strandbars. Hoffentlich bleibt uns das "Wasser von oben" im Sommer 2007 erspart.

Was das Wasser mit den Bauarbeiten auf der U-Bahnlinie U9 zu tun hat, erklären wir in unserem Beitrag "Kehren unterm Kanal". Ab Mitte Juli beginnen am Bahnhof Leopoldplatz Gleisbauarbeiten. An sich nichts Aufregendes. Doch wenn die Züge kurz vor der Baustelle "wenden" und zurück Richtung City fahren, tun sie das direkt unter dem Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal. Normalerweise existiert zwischen Zoo und Leopoldplatz keine Möglichkeit zum kehren der Züge. Damit der Schienenersatzverkehr mitten durch die viel befahrene City nicht ins schwimmen gerät, bauen die U-Bahner extra kurz hinter dem U-Bahnhof Westhafen eine Spezialweiche ein.

Kaum ist es ein paar Tage richtig heiß, sitzen die Menschen am liebsten draußen und tummeln sich in den Strandbars, die überall wie Pilze aus dem Boden schießen. Wir haben die Füße in den Sand gebuddelt, die Sonnenbrille aufgesetzt und die angesagtesten Strandbars entlang der Spree besucht. Doch baden ist hier verboten. Abtauchen dagegen kann man in den Berliner Seen. 40 offizielle Badestellen gibt es in Berlin. Mit den "60er-Linien" der Straßenbahn kommt man an etliche idyllische Plätzchen rund um Müggelsee und Dahme. Hier kann man "baden mit und ohne …".

Aus dem Wasser heraus getrieben, hatte es bekanntlich Köpenicks berühmteste Ente. Sie fand auf einem Fährschiff der BVG-Fähre F12 einen idealen Nistplatz. Beim brüten ließ sich die werdende Mama weder von Berufspendlern, Schulkindern noch Ausflüglern stören. Nur für ein kurzes Bad in der Dahme oder ein flüchtiges Date mit dem werdenden Entenpapa verließ die Ente ihr Gelege. Ein Happy-End gab es trotzdem nicht. Eines morgens war das Nest leer. Vermutlich waren über Nacht Eierdiebe am Werk - Marder, Fischreiher oder Krähen.

Einen schönen Sommer in der Stadt - und kommen Sie nicht in's schwimmen!

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