plus_02 2010
Kryptische Zeichen, winterliche Zeiten
Auf den ersten Blick mag mancher denken - was für eine seltsame
Grafik auf unserem Titelbild! Doch die Auflösung ist einfach: Es
ist ein so genannter QR-Code, der einen schnellen und bequemen
Zugang zum mobilen Internett schafft. Die Idee dahinter ist, auch
unterwegs kann man mit einem Klick Infos abrufen, abspeichern und
weiter verarbeiten. Zum Beispiel Abfahrzeiten, Stadtpläne und
vieles mehr. Das mühsame Eintippen von Informationen auf dem Handy
ist Vergangenheit.
Die Technologie der QR-Codes (QR steht für Quick Response -
schnelle Antwort) erlaubt es, mit der Handy-Kamera Informationen in
Sekundenschnelle einzulesen. In Japan sind solche QR-Codes überall
anzutreffen, mehr als 50 Millionen Menschen täglich holen sich dort
Informationen wie Telefonnummern, Adressen von mobilen Sites oder
andere Kontaktdaten auf ihr Handy, indem sie die quadratischen
Punktraster per Tastendruck decodieren. Nun wird dies auch bei der
BVG möglich. So sind in Zukunft alle Fahrpläne an den Haltestellen
mit dem zweidimensionalen Code versehen. Was man braucht um ihn zu
"entschlüsseln", erklären wir in unserer neuen Ausgabe.
Ob der extrem Berliner Winter Jahrgang 2010 ein Zeichen für den
Klimawandel ist, wissen wir natürlich nicht. Schnee, Eiszapfen und
klirrender Frost halten die Stadt seit Jahresbeginn in Atem. Viele
lassen seit Jahresanfang ihr Auto stehen und steigen um auf Bus und
Bahn. Bis zu 300.000 Fahrgäste mehr am Tag zählte die BVG. Wir
haben uns umgesehen, was die Verkehrsbetriebe unternehmen, um dem
Winter auf Rad und Schiene ein Schnippchen zu schlagen.
Jede Menge Arbeit haben bei solch einem Wetter natürlich auch die
Kollegen der BSR. Wir haben mal "an oberste Stelle" nachgefragt und
die BSR-Chefin Vera Gäde-Butzlaff um ein Interview gebeten. Aber
unsere Fragen beschränkten sich nicht nur auf den Winterdienst. Wer
also wissen möchte welche Lieblingsfarbe Berlins oberste
"Sauberfrau" hat oder ob auch im Hause Gäde-Butzlaff der Müll
getrennt wird, sollte sich unser "Exklusiv" nicht entgehen
lassen.
Zu guter Letzt entführen wir Sie noch ins winterliche Lübars -
Berlins letztem "echten" Dorf. Der idyllische Ort mit seiner
verträumten Dorfkirche ist nicht nur Ausgangspunkt für eine schöne
Wanderung entlang des "Barnimer Dörferwegs". Die Einkehr in den
"Alten Dorfkrug" lohnt ebenfalls. Das historische Wirtshaus hat vor
kurzem an dem Bundeswettbewerb "Historische Wirtshäuser in
Deutschland" teilgenommen und ist unter 415 Bewerbungen als einer
von 40 Siegern hervorgegangen. Noch ein Grund mehr, wieder einmal
in den „hohen Norden“ zu fahren, am Besten mit unserem Bus 222. Der
Winter hat ja auch schöne Seiten.
In diesem Sinne kommen Sie gut durch den Winter!
