Frauen ans Steuer

Meldung aus dem Archiv vom 10.12.2015

Frauen ans Steuer

Frauen ans Steuer
© Oliver Lang

Vom Arbeitsamt ins Tram-Cockpit: Wenke Roßow


Ob Bus, Straßenbahn oder U-Bahn: Beim Fahrdienst der BVG sind Frauen deutlich in der Minderheit. Aktuell liegt die Quote bei 12 Prozent. Dabei ist einen Bus oder eine Bahn zu steuern, durchaus kein Männerjob, unsere modernen Fahrzeuge können mindestens genauso gut und zuverlässig von Frauen bedient werden. Das beweisen viele Kolleginnen tagtäglich.

Eine Kooperationsvereinbarung mit der Agentur für Arbeit Berlin Mitte soll helfen, die Erwerbsbeteiligung von Frauen in den verschiedenen Unternehmensbereichen der BVG nachhaltig zu erhöhen. Die Idee zu dieser engen Zusammenarbeit stammt von BVG-Gesamtfrauenvertreterin Ines Schmidt.

Bewerben können sich arbeitslose oder arbeitssuchend gemeldete Frauen, die wieder ins Berufsleben einsteigen möchten. Ob gelernte Verkäuferin, Arzthelferin oder alleinerziehende Mutter – die BVG freut sich über jede Quereinsteigerin. Eine wichtige Voraussetzung: keine Scheu, sich ans Steuer einer U- Bahn oder Straßenbahn zu setzen oder einen Bus durch den hektischen Großstadtverkehr zu lenken.

Die Kooperation mit der Agentur für Arbeit trägt erste Früchte. Über 400 Frauen meldeten bereits ihr Interesse an, rund 70 Bewerberinnen absolvierten die Eignungstests, etliche drücken derzeit die Schulbank in unseren Ausbildungscentern. Eine, die ihre Abschlussprüfungen bereits hinter sich hat, ist Wenke Roßow. Die gelernte Restaurantfachfrau und langjährige Verkäuferin gehörte zu den ersten Frauen, die übers Arbeitsamt zur BVG kamen. Seit wenigen Tagen steuert die 46-Jährige stolz eine Straßenbahn durch Berlin.

Haben Sie auch Interesse, eine U-Bahn, eine Straßenbahn oder einen großen Gelben durch Berlin zu steuern? Wenn Sie einsteigen möchten, wenden Sie sich an Ihre/n Ansprechpartner/in bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Diese laden interessierte Frauen zu einem ersten Informationsgespräch ein und treffen eine Vorauswahl der Bewerberinnen.

 

Meldung aus dem Archiv vom 10.12.2015