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Autonome Minibusse fahren im Fahrgastbetrieb

Meldung aus dem Archiv vom 26.03.2018

Autonome Minibusse fahren im Fahrgastbetrieb

Autonome Minibusse fahren im Fahrgastbetrieb
© Andreas Süß

Sie sind gelb, leise und fahrerlos. Das im vergangenen Sommer vorgestellte Projekt „Stimulate“ kommt jetzt buchstäblich in Fahrt. Mit maximal 12 km/h gleiten die kleinen Busse nahezu geräuschlos auf einer festgelegten Linie über das weitverzweigte Gelände des Krankenhauses.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller sagte zum Start des Fahrgastbetriebs: „Wir haben uns das Ziel gesetzt, Berlin zu einer der führenden Smart Cities zu machen.“ Das Land Berlin wird gemeinsam mit der BVG, der Charité bis zum Frühjahr 2020 die Akzeptanz und weitere praktische Aspekte des fahrerlosen Betriebs untersuchen. Das Projektbudget liegt bei rund 4,1 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit unterstützt das Projekt mit rund 3,2 Millionen Euro.

Die Bundesministerin Svenja Schulze lobte nach ihrer Probefahrt die „weiche, problemlose Fahrt“ des Busses sagte, dass das Projekt zum Umstieg der Fahrgäste in den ÖPNV ermutigen werde.

Bei der BVG müsse sich niemand Sorgen um seinen Job machen, sagte BVG-Chefin Dr. Sigrid Nikutta: Ein ausgebildeter Fahrer der BVG sitzt sicherheitshalber immer noch an Bord. Und ihr Vorstandskollege Dr. Henrik Haenecke, unter anderem zuständig für die Digitalisierung, ergänzte: „Mit Projekten wie Stimulate bauen wir unsere Kompetenzen weiter aus, um mit neuen Techniken einen noch attraktiveren Nahverkehr anzubieten.“

Zum selbst probieren: Die Busse fahren montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr, ein Ticket braucht man nicht. Mitte April soll auch der Betrieb auf dem Charité-Campus Virchow beginnen.

Meldung aus dem Archiv vom 26.03.2018