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Angelica, Azubi als Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung

Ich habe meinen ersten eigenen Laptop erst mit 21 Jahren. Deshalb finde ich es manchmal immer noch faszinierend, wie selbstverständlich Technik heute zu meinem Alltag gehört.
Angelica

Wie bist du auf die Idee gekommen, eine Ausbildung als Fachinformatiker*in Anwendungsentwicklung zu machen?

Ich habe zuerst in Mexiko Physik und Mathematik studiert und dort auch einen Master mit Schwerpunkt Finanzen gemacht. In Berlin fehlte mir oft die deutsche Berufserfahrung für den Quereinstieg. Eine Berufsausbildung bei der BVG hat für mich daher Sinn gemacht. Meine Programmiergrundlagen aus dem Studium, mein Interesse an strukturierter Problemlösung und der Wunsch nach Praxis. Heute entwickle ich Anwendungen – das hätte ich früher nie gedacht.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus, welche Aufgaben hast du?

Mein Arbeitstag ist sehr abwechslungsreich. Aktuell arbeite ich an einem Projekt, bei dem ich eine Webseite nachbaue. Praktische Erfahrung in diesem Bereich hatte ich vorher nicht. Ich lerne viele Dinge direkt während der Umsetzung: ausprobieren, verstehen, anpassen und weiterentwickeln. Ich bin in einem kleinen Ort aufgewachsen und hatte meinen ersten eigenen Laptop erst mit 21 Jahren. Deshalb finde ich es manchmal immer noch faszinierend, wie selbstverständlich Technik heute zu meinem Alltag gehört. Eine Aufgabe, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist: Mein Ausbilder erklärte die Anforderungen für ein Programm, das prüft, ob ein Server erreichbar ist. Den Weg zur Lösung mussten wir selbst erarbeiten. Ich hatte keine Ahnung, wo ich anfangen sollte. Also habe ich recherchiert, gelesen, ausprobiert. Als es funktioniert hat, war das ein gutes Gefühl, nicht weil es einfach war, sondern weil ich verstanden habe, wie es funktioniert.

Was macht dir bei der Arbeit besonders Spaß?

Es motiviert mich extrem, ständig Neues zu lernen. Viele Aufgaben sind anfangs unklar, aber genau dieser Prozess – das Einarbeiten, Ausprobieren und die Suche nach Lösungen – fasziniert
mich. Das beste Gefühl ist es, wenn ein Code am Ende funktioniert und man versteht, wie die einzelnen Schritte logisch zusammenhängen.

Wie waren die ersten Wochen bei der BVG?

Der Start war intensiv, dank Kennenlern-Events vorab aber sehr gut organisiert. Alles war neu: das Team, die Fachbegriffe und die Technik. Für mich war es eine doppelte Herausforderung, da alles auf Deutsch und in einem technischen Kontext stattfand. Ich habe mich aber vom ersten Tag an im Team absolut willkommen und gut aufgenommen gefühlt.

Welche Eigenschaften sollte man für die Ausbildung als Fachinformatiker*in Anwendungsentwicklung mitbringen?

Geduld und Durchhaltevermögen sind das A und O. Man muss vorab nicht alles perfekt beherrschen, denn vieles ist komplett neu und braucht Zeit. Wichtig ist, nicht aufzugeben, wenn ein Code nicht sofort funktioniert. Programmiergrundlagen sind zwar hilfreich, aber die richtige Einstellung und Lernbereitschaft sind am Ende entscheidender.

Welche Vorteile hat die BVG als Arbeitgeberin aus deiner Sicht?

Als Mexikanerin, die ohne Deutschkenntnisse herkam, war die BVG das erste Unternehmen, bei dem ich mich schon ab dem Bewerbungsprozess wirklich willkommen gefühlt habe. Neben dieser wertschätzenden Kultur bietet die BVG die Stabilität eines großen Berliner Traditionsunternehmens und hervorragende Möglichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung.

Gibt es Situationen im Berufsalltag, die dich manchmal frustrieren/herausfordern, und wie gehst du damit um?

Die größte Challenge ist die Menge an Input und der ständige Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule. Man muss schnell umschalten, wodurch Gelerntes manchmal wieder verblasst. Ich gehe damit um, indem ich Schritt für Schritt vorgehe, mir Zeit für die Zusammenhänge nehme und akzeptiere, dass Lernen kein linearer Prozess ist. Wichtig ist einfach, dranzubleiben.

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