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Angelina, Azubi zur U-Bahnfahrerin

Nach meinem ersten erfolgreichen Dienst allein war ich einfach nur unglaublich stolz auf mich – ein durch und durch tolles Gefühl.
Angelina

Wie bist du auf die Idee gekommen, eine Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb bei der U-Bahn zu machen?

Ich suchte eine sichere Perspektive, die der öffentliche Dienst und die BVG bieten. Die Ausbildung klang extrem abwechslungsreich. Ein großer Ansporn war für mich auch mein familiäres Umfeld: Ich wollte beweisen, dass auch Frauen problemlos große Fahrzeuge wie eine U-Bahn steuern können, da dieser Bereich sonst eher stark männerdominiert ist.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus, welche Aufgaben hast du?

Im 2. Ausbildungsjahr bin ich voll im Liniendienst tätig. Wir lösen auf der Strecke die Züge ab oder setzen sie morgens ein. Es geht darum, Menschen sicher durch ganz Berlin zu befördern und mobilitätseingeschränkten Personen zu helfen. Dabei übernehme ich jeden Tag viel Verantwortung und achte darauf, unser Unternehmen stets positiv und professionell zu repräsentieren.

Was macht dir bei der Arbeit besonders Spaß?

Es ist ein Highlight, wenn ich Kolleginnen und Kollegen auf der Strecke treffe und wir uns selbst im dunklen Tunnel rechtzeitig zuwinken können. Generell macht das „Winken“ großen Spaß. Besonders, wenn sich Kinder am Bahnsteig freuen und mich grüßen. Zudem bin ich einfach unheimlich gern im Berliner Untergrund unterwegs, weil mich dieses komplexe Tunnelsystem enorm fasziniert.

Wie waren die ersten Wochen bei der BVG?

Die ersten Wochen waren durch spezielle „Infowochen“ super strukturiert. Wir haben wichtige Basics gelernt, aber der Fokus lag klar auf dem Kennenlernen. Wir sind sehr schnell zu einem
tollen Team zusammengewachsen. Da wir unsere Ausbilder*innen alles fragen konnten und sie immer ein offenes Ohr hatten, gab uns das extrem viel Sicherheit für die erste Zeit.

Welche Eigenschaften sollte man für die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb mitbringen?

Man sollte souverän und kommunikativ auftreten. In schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, blitzschnell zu reagieren und klare Ansagen zu machen, ist im Fahrdienst absolut unverzichtbar. Direkt danach kommen Ehrgeiz und Durchhaltevermögen, denn die Ausbildung im Fahrbetrieb ist fachlich durchaus anspruchsvoll und fordert einen heraus.

Wie war das Gefühl, zum ersten Mal allein zu fahren?

Es war absolut surreal! Plötzlich trägt man allein die Verantwortung für so unfassbar viele Fahrgäste. Obwohl ich wusste, dass dieser Moment kommt, war es anfangs kaum zu fassen, die U-Bahn komplett eigenverantwortlich zu steuern. Nach meinem ersten erfolgreichen Dienst allein war ich dann einfach nur unglaublich stolz auf mich. Ein durch und durch tolles Gefühl.

Welche Vorteile hat die BVG als Arbeitgeberin aus deiner Sicht?

Die Jobsicherheit bei der BVG ist ein enormer Vorteil. Wir werden pünktlich bezahlt und nach der Ausbildung, wenn alles gut läuft, direkt unbefristet in den Fahrdienst übernommen – was heute nicht selbstverständlich ist. Zudem merkt man immer, dass man als Azubi wertgeschätzt wird: Unsere Interessen werden vertreten und wir sind unseren Ausbilder*innen definitiv nicht egal.

Gibt es Situationen im Berufsalltag, die dich manchmal nerven/herausfordern, und wie gehst du damit um?

Die gibt es absolut, das ist völlig normal. Stressig wird es zum Beispiel bei vermeidbaren Verspätungen, weil Fahrgäste z.B. die Türen aufhalten. In solchen nervigen Momenten versuche ich einen kühlen Kopf, Ruhe und starke Nerven zu bewahren. Das klappt am besten, indem ich tief durchatme und mich gezielt auf etwas Positives in meinem Alltag besinne.

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