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Ausbau vonLadeinfrastruktur anBus-Endhaltestellen

Projekt zum Ausbau von Ladeinfrastruktur an Bus-Endhaltestellen im gesamten Stadtgebiet

Worum geht es? 

Das Projekt ist ein Vorhaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit dem Ziel Busendhaltestellen in Berlin mit elektrischer Ladeinfrastruktur auszustatten. An den Endhaltestellen laden Busse während der ohnehin eingelegten Pausen Energie für ihre Weiterfahrt nach und müssen also nicht mehr für eine Zwischenladung auf den Betriebshof zurück und bleiben so deutlich länger im Einsatz. Durch die neue Ladetechnik im Stadtgebiet können künftig immer mehr Busse elektrisch statt mit Diesel fahren.  

Neben dem Ausbau der bestehenden Betriebshöfe sowie dem Bau der neuen reinen E-Busbetriebshöfen ist das Projekt ein wichtiger Baustein, um die BVG-Busflotte schrittweise auf lokal emissionsärmere Fahrzeuge umzustellen. 

Warum ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet so wichtig? 

Mit dem Projekt  schafft die BVG die technische Grundlage für den wirtschaftlichen Einsatz moderner Elektrobusse im Berliner Stadtverkehr. Das Projekt: 

  • reduziert lokal CO₂‑Emissionen und Lärm (im Vergleich zu Dieselbussen), 
  • Hilft dadurch, die Luftqualität in der Stadt zu verbessern, 
  • macht den öffentlichen Nahverkehr zukunftsfähig und 
  • unterstützt die Klimaziele des Landes Berlin. 

Was genau wird gebaut? 

Die Ladetechnik an den Endhaltestellen bestehen aus einer Trafostation, einem Ladehaus sowie mehreren Lademasten oder alternativ einer Traversenkonstruktion, die die Ladehauben aufnehmen. Alles wird mit Strom- und Datenkabeln unter der Erde verbunden.

Stella Visualisierung
Stella Visualisierung vorne
Stella Visualiserung alles
  1. Mit der Trafostation wird der Strom aus dem Netz so umgewandelt, dass er vom Ladehaus genutzt und “weiterverarbeitet” werden kann.  
  2. Im Ladehaus erfolgt die weitere Anpassung des Stromes, um die Ladung der Busse zu ermöglichen. Dies funktioniert ähnlich wie ein Netzteil, das man zum Laden eines Smartphones benötigt, nur deutlich größer.  
  3. Durch Lademasten mit Ladehauben können sich unsere Busse auf einfache Art mit der Ladetechnik verbinden.  
  4. Die Busse nutzen dafür einen Stromabnehmer auf dem Dach – den Pantografen. Dieser verbindet sich automatisch mit der Ladehaube. 

FAQs

Häufig gestellte Fragen zum Projekt

Was bringt der Umstieg von Verbrennern auf Elektroantrieb?

Deutlich weniger lokale Emissionen (im Vergleich zu Dieselbussen) 

Elektrobusse stoßen im Betrieb keinen Feinstaub und keine Stickoxide aus. Das verbessert die Luftqualität besonders an stark belasteten Straßen und Haltestellen. 

Weniger Lärm  

E‑Busse sind im Fahrbetrieb deutlich leiser, was Anwohnerinnen und Anwohner entlastet und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum erhöht.

Warum laden die E-Busse der BVG an den Bus-Endhaltestellen nach?

E‑Busse laden an den Endhaltestellen nach, weil sie mit einer kurzen Zwischenladung von nur wenigen Minuten genug Energie für den gesamten Tagesbetrieb bekommen. Durch regelmäßige Nachladung an den Endstellen können Tagesumläufe von über 250 Kilometern zuverlässig realisiert werden – selbst dann, wenn im Winter zusätzliche Energie fürs Heizen benötigt wird. 

Ohne diese kurzen Zwischenladungen wäre die Reichweite deutlich begrenzter: Ein E‑Bus könnte dann maximal rund 250 Kilometer am Stück fahren. Durch das Nachladen an den Endhaltestellen bleibt der Betrieb flexibel, zuverlässig und alltagstauglich – und die Busse können den ganzen Tag im Einsatz bleiben, ohne lange Pausen auf den Betriebshöfen einlegen zu müssen.

Wie funktioniert der Ladevorgang?

Der Ladevorgang wird per Knopfdruck durch die Fahrer*innen ausgelöst. Der Bus lädt über einen Pantographen auf dem Busdach. 

Dieser fährt auf Knopfdruck selbstständig aus und verbindet sich mit der Ladehaube am Lademast. Der Ladevorgang startet automatisch. Beenden die Fahrer*innen ihre Pause und fahren weiter, wird der Ladevorgang beendet und der Pantograph senkt sich wieder aufs Busdach.

Wie lange lädt der Bus an der Endhaltestelle?

Der Bus lädt an der Endhaltestelle genau so lange, wie er dort laut Fahrplan Pause hat. Die Ladezeit ist also nicht immer gleich, sondern hängt davon ab, wie viel Zeit der Bus zwischen zwei Fahrten zur Verfügung hat. 

Funktioniert die Technik bei jedem Wetter (Eisschicht, Schnee, Hitze, Gewitter, Wind, Regen)?

Das Ladesystem ist wetterfest und funktioniert auch bei extremen Wetter- und Witterungsbedingungen. 

Wie sicher ist die Ladetechnik?

Es wird bewährte und sichere Elektrotechnik eingesetzt, die durch mehrere Schutzmaßnahmen ergänzt wird. Der Lademast – also die Ladehaube über dem Bus – ist im Normalzustand komplett stromlos. Erst wenn ein E‑Bus richtig positioniert ist, sicher angekoppelt wurde und das System alle Sicherheitsprüfungen erfolgreich durchgeführt hat, wird der Strom freigegeben. Dieser Vorgang dauert nur wenige Sekunden. So gewährleistet das System einen durchgehend sicheren und zuverlässigen Ladevorgang für Fahrgäste, Passanten und Fahrer*innen.

Warum sind E-Busse besser als Dieselbusse?

E-Busse verursachen vor Ort keine Abgase – das heißt, es entstehen kein CO₂, keine Stickoxide und kein Feinstaub, die sonst die Luft belasten würden. Außerdem fahren E‑Busse deutlich leiser, was die Umgebung spürbar angenehmer macht. 

Ein einzelner E‑Bus spart im Vergleich zu einem Dieselbus pro Jahr so viel CO₂ ein, wie rund 1.200 Bäume aufnehmen könnten. Dieser positive Effekt entsteht sogar schon dann, wenn die Busse mit dem normalen deutschen Strommix geladen werden. Werden sie mit Ökostrom betrieben, fällt die CO₂‑Einsparung noch deutlich höher aus. 

Kurz gesagt: E‑Busse verbessern die Luft, reduzieren Lärm und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz – und davon profitieren alle, die in der Stadt unterwegs sind.