Sperrung Ausgang U Märkisches Museum

Die gute Nachricht gleich vorneweg: Der beschädigte Ausgang II konnte früher als geplant am 19.12.2025 provisorisch wiedereröffnet werden.
Warum war der Ausgang am U-Bahnhof Märkisches Museum so lange gesperrt?
Wer in den letzten Monaten am U-Bahnhof Märkisches Museum unterwegs war, hat es sicher bemerkt: Der Ausgang Richtung Fischerinsel/Wallstraße/Neue Roßstraße war seit Juni 2023 geschlossen. Aber warum? Und wie lange gehen die Bauarbeiten noch? Hier erfahrt ihr die ganze Geschichte.
Was ist passiert?
Im Juni 2023 kam es zu einem folgenschweren Unfall: Ein Bus prallte gegen den Ausgang und richtete Schäden an. Granitsockel, Geländer, Auflager, Wandfliesen – alles wurde so stark beschädigt, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet war. Von einem Moment auf den anderen war klar: Dieser Ausgang muss gesperrt werden.
Warum blieb er so lange geschlossen?
Die Reparatur war alles andere als einfach. Der U-Bahnhof Märkisches Museum ist ein echtes Stück Berliner Geschichte – Baujahr 1913 und unter Denkmalschutz. Das bedeutet: Jede Maßnahme muss sorgfältig geplant und mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden.
Dazu kamen weitere Herausforderungen:
- Statische Untersuchungen für das über 100 Jahre alte Bauwerk
- Sicherung und Einlagerung der historischen Bauteile
- Verzögerungen durch externe Arbeiten am Strom- und Fernwärmenetz
Erst im April 2025 konnte die BVG mit den eigentlichen Bauarbeiten beginnen. Und dann der nächste Rückschlag: Bei den Arbeiten wurden zusätzliche Schäden an Stahlträgern, der Außendecke und der Tunnelabdichtung entdeckt. Sie machten zusätzliche Sanierungsmaßnahmen und eine komplette statische Umplanung notwendig. Im November 2025 liefen die Arbeiten wieder an.
Warum konnte der Ausgang nun früher provisorisch eröffnet werden?
Um den Ausgang für unsere Fahrgäste früher wiedereröffnen zu können, wurden die notwendigen Instandsetzungsarbeiten noch einmal umgeplant: Die Reparatur des Ausgangs wurde von den übrigen Sanierungsarbeiten getrennt. Die beschädigten Stahlbauteile wurden vollständig saniert, die Auflagerbereiche instandgesetzt sowie Geländer und Granitsockel wiederhergestellt. Außerdem wurde der Personaleinsatz auf der Baustelle erhöht, um die für die Statik und Verkehrssicherheit relevanten Arbeiten noch vor Weihnachten abzuschließen.
Welche Arbeiten stehen noch an?
Nachdem der Ausgang II vollständig repariert ist, müssen noch die Schäden an der Tunnelabdichtung und der Außendecke behoben werden. Diese Arbeiten werden später durchgeführt.
Ist der Ausgang jetzt wieder sicher?
Die Sicherheit unserer Fahrgäste hat für die BVG oberste Priorität. Alle Unfallschäden wurden behoben, der Ausgang statisch gesichert und die Verkehrssicherheit wiederhergestellt.
Warum gab es keinen temporären Ausgang an anderer Stelle?
Einen temporären zusätzlichen Ausgang an anderer Stelle im U-Bahnhof zu schaffen, wäre technisch extrem schwierig und riskant gewesen – zu schmaler Tunnel, kein Platz an der Oberfläche, unkalkulierbare Sicherheitsrisiken. Außerdem hätten die Abstimmung mit der Denkmalpflege und die statische Sicherung Monate gedauert und enorme Kosten verursacht. Deshalb hat die BVG entschieden: Lieber direkt die endgültige Lösung umsetzen – sicher und nachhaltig.
Wie kommt ihr rein?
Keine Sorge: der U-Bahnhof bleibt für alle Fahrgäste erreichbar - über den Ausgang I in Richtung Fischerinsel/Wallstraße/Inselstraße, den Ausgang II in Richtung Fischerinsel/Wallstraße/Neue Roßstraße oder den barrierefreien Aufzug in der Wallstraße – nur etwa 130 Meter entfernt in Richtung Inselstraße, zwei Minuten Fußweg.
Wir wissen: Die Sperrung des Ausgangs war für viele eine echte Geduldsprobe. Aber die Sicherheit unserer Fahrgäste und der Erhalt dieses historischen Bauwerks haben oberste Priorität.
Danke für eure Geduld – bald ist es geschafft!