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Tanja, Ingenieurin in der U-Bahn Fahrzeugtechnik

Besonders freut mich, dass ich heute mit mehr Frauen zusammenarbeite. Während meiner Ausbildung und in den Werkstätten war ich oft die Einzige – umso schöner ist es, jetzt zu sehen, dass sich das ändert.​
Tanja

Du interessierst dich für einen Job im Ingenieurwesen bei der BVG? Vielleicht inspiriert dich der berufliche Werdegang unserer Kollegin Tanja, Ingenieurin in der U-Bahn Fahrzeugtechnik.

Erzähl uns deine persönliche Geschichte: Was hat dich zur BVG geführt? Welche Schritte hast du innerhalb der BVG unternommen, um dorthin zu kommen, wo du heute bist?

Mein Vater war Ausbilder im alten Ausbildungszentrum und hat mich und meinen Bruder schon als Kinder ab und zu mitgenommen. Dort durften wir uns um die Fische im Aquarium kümmern und im Labor mit Steckplatten kleine Stromkreise bauen. Das hat mich schon früh für Elektronik begeistert.

So begann ich 1995 meine Ausbildung zur Energieelektronikerin bei der BVG. Während der Ausbildung durfte ich mein Praktikum auf dem Omnibusbetriebshof in Spandau absolvieren und wurde danach direkt übernommen. Es folgte der Bus- und LKW-Führerschein, ein Muss in der Werkstatt. Es war eine ganz besondere Zeit. Wir waren tagelang mit unserem Fahrlehrer in Berlin und Umgebung unterwegs.​

Nach einiger Zeit hatte ich den Wunsch mich weiterzubilden. Da es damals für mich keine Möglichkeit für ein duales Studium gab, nahm ich unbezahlten Urlaub. Ich habe, ohne Abitur, zuerst meinen Bachelor in Elektrotechnik und anschließend den Master in Automatisierungssysteme abgeschlossen. Seit 2011 arbeite ich nun als Ingenieurin in der U- Bahn Fahrzeugtechnik. Mein Weg war nicht immer gerade und deshalb auch genau richtig für mich.​

Beschreibe die Zusammenarbeit im Team: Wie unterstützt ihr euch gegenseitig?​

Mindestens einmal pro Woche treffen wir uns im Büro, um aktuelle Aufgaben, Projekte und Herausforderungen zu besprechen. Wenn Fragen auftauchen oder Unterstützung gebraucht wird, verabreden wir uns auch außerplanmäßig ganz unkompliziert. Gegenseitige Hilfe ist bei uns selbstverständlich, indem wir unser Wissen und unsere Erfahrungen miteinander teilen. Trotz der engen Zusammenarbeit arbeiten wir alle sehr eigenständig und flexibel.​

Was macht die BVG für Frauen in technischen Berufen besonders attraktiv? Welche Chancen, Perspektiven/Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?​

Ich finde es unglaublich spannend, dass ich meine Aufgaben nicht nur vom Schreibtisch aus, sondern direkt in der Praxis erledigen kann. Ich darf und soll jederzeit in die Werkstatt gehen und mir ein eigenes Bild vor Ort an den Fahrzeugen machen. Das macht meine Arbeit lebendig und abwechslungsreich.​

Die Kolleg*innen in den Werkstätten stehen mir dabei immer mit Rat und Tat zur Seite, was die Zusammenarbeit besonders angenehm macht.​

Außerdem hat sich in den letzten Jahren eine starke Vernetzung nicht nur unter uns Frauen entwickelt. Über Teams können wir uns jederzeit austauschen.

Die verschiedenen Netzwerke (Frauen, Regenbogen, Kultur, Reinventing) haben engagierte Kolleg*innen und veranstalten immer wieder virtuelle und auch echte Treffen. Auch Führungskräfte auf höheren Ebenen sind offen für Gespräche und Anliegen.​

Ich habe als Ingenieurin die Möglichkeit technisches Wissen mit Kreativität und Praxis zu verbinden. Besonders attraktiv für mich ist die flexible Arbeitszeit und das mobile Arbeiten. Mein Beruf bringt viel Abwechslung, Verantwortung und Gestaltungsspielraum.

Nimm uns mit in deinen Alltag: Wie sieht ein typischer Arbeitstag oder eine typische Arbeitswoche bei dir aus?​

Mein Arbeitstag beginnt in der Regel früh, meist gegen 6:00 Uhr, da in den Werkstätten zu dieser Zeit bereits gearbeitet wird.

Ich kann mir aber auch Zeit lassen und erst um 9 Uhr beginnen. Ich versuche, meine Aufgaben so zu planen, dass ich möglichst viel direkt in der Werkstatt sein kann, dort bekomme ich den besten Einblick in die laufenden Arbeiten und kann nah an den Kolleg*innen und Fahrzeugen sein.​

Für Dokumentation, Recherche und organisatorische Aufgaben reserviere ich mir zwei mobile Tage (MoA) in der Woche fürs Homeoffice. Das sind gleichzeitig auch die Tage, an denen ich mir meinen sportlichen Ausgleich gönne und mit meinen Kindern frühstücken kann, bevor ich sie in die Schule schicke. Trotz dieser Struktur bleibt mein Alltag sehr flexibel. Wenn spontan Unterstützung gebraucht wird, bin ich zur Stelle. Genau diese Mischung aus Büro, Dienstgängen und Praxis macht meine Arbeit bei der BVG so besonders und aus meiner Sicht einzigartig.​

Gibt es Momente, auf die du besonders stolz bist? Was motiviert dich, jeden Tag zur Arbeit zu gehen?

Besonders spannend finde ich die Momente, in denen ich auf dem Prüfgleis oder im Verkehr mit der U-Bahn unterwegs bin oder an Messfahrten und Inbetriebnahmen teilnehmen kann. Das sind Erlebnisse, die nicht jeden Tag vorkommen und die zeigen, wie vielseitig mein Beruf ist.​

Mich motiviert, dass ich mit meiner Arbeit ganz praktisch dazu beitrage, dass der U-Bahn-Betrieb läuft. Dieses Gefühl, Teil von etwas Wichtigem und Sinnvollem zu sein und die Zusammenarbeit mit meinen Kolleg*innen treibt mich jeden Tag aufs Neue an.​

Was schätzt du an der BVG als Arbeitgeberin? Welche Rolle spielen Vielfalt und gegenseitiger Respekt?

Ich schätze an der BVG vor allem die flexiblen Arbeitszeiten und die neue moderne Ausrichtung. Immer mal wieder gibt es kleine Gesten der Wertschätzung – sei es durch Programme wie machtfit, Weihnachtsgeschenke oder Aufmerksamkeiten von unseren internen Netzwerken. Auf das BVG-Fest freue ich mich jedes Jahr. Da komm die. „Familie“ zusammen.

Ich nehme wahr, dass sich die Unternehmenskultur im Wandel befindet: Offenheit, Vielfalt und gegenseitiger Respekt sollen gelebt werden.

Natürlich braucht es Zeit, bis solche Entwicklungen überall ankommen, aber der Wandel ist spürbar und positiv. Besonders freut mich, dass ich heute mit mehr Frauen zusammenarbeite. Während meiner Ausbildung und in den Werkstätten war ich oft die Einzige – umso schöner ist es, jetzt zu sehen, dass sich das ändert.

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