BVG eröffnet Berliner Pride Month mit Namenszusatz am Nollendorfplatz
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) eröffnen den Berliner Pride Month 2026 mit einer besonderen Würdigung eines der bekanntesten Quartiere der Hauptstadt: Der U-Bahnhof Nollendorfplatz erhält auf seinem Eingangsschild künftig den Zusatz „im Regenbogenkiez“. Der Kiez rund um den Nollendorfplatz gilt seit Jahrzehnten als historisches und kulturelles Zentrum queeren Lebens in Berlin. Als einer der wichtigsten Zugänge zum Regenbogenkiez weist der U-Bahnhof künftig schon bei der Ankunft auf die historische und kulturelle Bedeutung dieses Quartiers hin.
Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der BVG: „Der Regenbogenkiez gehört zu Berlin wie der Fernsehturm oder das Brandenburger Tor. Für viele Menschen ist der U-Bahnhof Nollendorfplatz das Tor zu diesem besonderen Ort. Die BVG bewegt jeden Tag Millionen Menschen durch diese Stadt – bei uns und in Berlin sollen sich alle Menschen willkommen fühlen. Dafür setzen wir mit dem Namenszusatz ein sichtbares Zeichen.“
Gemeinsam mit Verkehrssenatorin Ute Bonde sowie Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey und Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann wurde das neue Schild heute feierlich vom BVG-Vorstandsvorsitzenden Henrik Falk enthüllt.
Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Der Regenbogenkiez steht für Vielfalt, Toleranz und das Recht, so leben und lieben zu können, wie man will. Mit dem Zusatz am U-Bahnhof Nollendorfplatz setzt die BVG ein sichtbares Zeichen für Respekt und Zusammenhalt. Gerade in heutigen Zeiten, in denen Queerfeindlichkeit und Übergriffe wieder zunehmen, ist dieses Zeichen umso wichtiger. Queeres Leben ist Teil von Berlin – gestern, heute und in Zukunft.
Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Der Nollendorfplatz ist nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt – er ist ein Ort mit Geschichte und Bedeutung. Mit dem Zusatz ‚im Regenbogenkiez’ macht die BVG sichtbar, wofür dieses Quartier steht: für Offenheit, für Vielfalt und für ein Berlin, das alle willkommen heißt. Der ÖPNV verbindet Menschen.”
Jörn Oltmann, Bezirksbürgermeister Tempelhof-Schöneberg: „Der Zusatz ‚im Regenbogenkiez‘ spricht den Menschen im Schöneberger Norden aus der Seele. Es ist großartig!“
Mit dem neuen Zusatz macht die BVG sichtbar, was für viele Berlinerinnen und Gäste der Stadt längst selbstverständlich ist: die enge Verbindung dieses Ortes mit der Geschichte, Vielfalt und Offenheit Berlins. Eine zusätzliche Willkommensfläche in der Vorhalle macht die Botschaft auch im Bahnhof sichtbar und begrüßt Besucher*innen direkt beim Betreten des Kiezes. Zahlreiche Vertreter*innen aus Politik, Bezirk und Zivilgesellschaft haben die Einweihung zum Auftakt des Pride Month begleitet.
Pride Month bei der BVG
Die Enthüllung am Nollendorfplatz bildet den Auftakt für zahlreiche Aktivitäten der BVG im Berliner Pride Month. Mit ihren Aktivitäten im Pride Month setzt sie auch in diesem Jahr ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt in Berlin:
- 7. Juli: Hissen der Progressiven Pride Flag auf den BVG-Betriebshöfen
- 18. und 19. Juli: BVG-Stand auf dem Lesbisch-schwulen Stadtfest
- 24. Juli, 19:00 und 22:30 Uhr: queere Cabrio-U-Bahntouren
- 25. Juli: Teilnahme am Christopher Street Day mit eigenem BVG-Truck (Einsatz des BVG-Inklusionsbusses beim CSD für Menschen, die während der Demonstration eine barrierefreie Rückzugsmöglichkeit benötigen)
Zeitreise durch die Geschichte des U-Bahnhof Nollendorfplatz, dem Herzstück des Regenbogenkiezes
Über 100 Jahre ist der U-Bahnhof Nollendorfplatz schon das Zentrum der queeren Community in Berlin. Die ganze spannende Geschichte und viele historische Bilder dazu finden Sie hier.