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Straßenbahn M10 fährt auf der Invalidenstraße jetzt am Stau vorbei

Freie Spur sorgt für mehr Tempo und Stabilität ● Fahrgäste profitieren durch ungehinderte Fahrt von Moabit in Richtung Hauptbahnhof ● Umsetzung im Rekordtempo

Kleine Maßnahme, große Wirkung. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Verkehrsmanagement des Landes Berlin und der BVG konnte eine der meistgenutzten Berliner Straßenbahnlinien jetzt deutlich stabilisiert werden. Auf dem Abschnitt der Linie M10 zwischen Alt-Moabit und dem Hauptbahnhof rollen die gelben Bahnen seit Kurzem am Autostau vorbei und bringen täglich Tausende Fahrgäste verlässlicher ans Ziel.

Möglich wurde das durch eine konstruktive Lösung, die von der Beauftragung bis zur Realisierung in nur zehn Wochen umgesetzt werden konnte. Im fraglichen Bereich wurde der Fahrstreifen mit den Straßenbahngleisen abmarkiert und ist nun für Autos gesperrt. Die Bahnen, die sich zuvor auf einem von zwei Fahrstreifen einreihen mussten, haben dadurch jetzt freie Fahrt bis kurz vor dem Hauptbahnhof. Schon im Bereich der Einmündung der Straße Alt-Moabit in die Invalidenstraße wird der Autoverkehr dafür gezielt „dosiert“, indem einer von zuvor zwei Abbiegefahrstreifen entfällt.

Die ersten Erfahrungen sind sehr positiv. Die Straßenbahnen benötigen nur noch rund die Hälfte der vorherigen Zeit, um das Nadelöhr auf der Strecke zu passieren. Die durchschnittliche Geschwindigkeit der M10 hat sich auf dem Abschnitt zwischen den Haltestellen Alt-Moabit/Rathenower Straße und Nordbahnhof seit der Umsetzung deutlich erhöht. Das trägt maßgeblich dazu bei, die Linie insgesamt schneller, verlässlicher und pünktlicher zu machen.

Im Rahmen der gemeinsamen Task-Force der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt und der BVG wurde die Planung zielorientiert und pragmatisch vorangetrieben. Ziel der Planer*innen war es, die Stabilität und Geschwindigkeit der Straßenbahn signifikant zu erhöhen, ohne den Autoverkehr zu stark einzuschränken. Dafür wurde im Vorfeld die Leistungsfähigkeit der Invalidenstraße mithilfe eines von der BVG entwickelten digitalen Zwillings umfassend untersucht. Reale Verkehrsdaten der Invalidenstraße wurden dazu in ein digitales Modell übertragen und für eine Simulation des neu aufgeteilten Straßenraums genutzt.

Das Ergebnis entspricht weitgehend der Prognose: Trotz der Reduzierung auf einen Fahrstreifen für den Autoverkehr bleiben die Auswirkungen auf Reisezeiten und Staubildung gering.

Hinweis: In unserem Medienbrandportal finden Sie ein Vorher-Nachher-Video zum Download, das den Beschleunigungseffekt durch die Maßnahme in der Invalidenstraße sehr deutlich veranschaulicht. Schauen Sie gern rein. Das Video kann auch zur Online-Berichterstattung genutzt werden.

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