Manteltarifverhandlungen 2026
Auf dieser Seite finden Sie alle Pressestatements und Informationen zu den Manteltarifverhandlungen TV-N Berlin 2026. Sie wird regelmäßig aktualisiert.
27. März 2026
Einigung zwischen BVG und Verdi: Mehr Urlaub und mehr Wahlfreiheit
BVG und Verdi einigen sich auf neuen Manteltarifvertrag 2026 ● Umfangreiches Gesamtpaket sorgt für deutliche Entlastung ● Wahlfreiheit zwischen mehr Urlaub oder mehr Geld für individuelle Lebenssituationen ● Weitere Schritte für moderne Arbeitszeitmodelle vereinbart ● Laufzeit von 48 Monaten bringt Stabilität für Mitarbeitende, Fahrgäste und Unternehmen
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Gewerkschaft Verdi haben sich nach intensiven Verhandlungen im Rahmen der aktuellen Manteltarifverhandlungen auf ein umfangreiches und starkes Gesamtpaket für die rund 16.000 Mitarbeitenden verständigt.
Die beschlossenen Maßnahmen sorgen schon 2026 für deutliche Entlastung bei den Mitarbeitenden der BVG, die täglich die Hauptstadt in Bewegung halten. Zudem wird die individuelle Wahlfreiheit der Arbeitnehmer*innen gestärkt. Die BVGer*innen haben die Möglichkeit, sich künftig flexibel zwischen mehr Urlaub oder mehr Geld zu entscheiden. Weiter wurde gemeinsam beschlossen, die Aktivitäten zur Arbeitszeitsouveränität fortzuführen und konkrete, zusätzliche und moderne Arbeitszeitmodelle zu erproben.
„Mit diesem Abschluss setzen wir ein klares Zeichen: Arbeit ist wichtig, aber nicht alles“, fasst Jenny Zeller-Grothe, BVG-Verhandlungsführerin und Vorständin Betrieb und Personal, zusammen.
Das Gesamtpaket für mehr Entlastung und Wahlfreiheit
Persönliche Wahlfreiheit zwischen mehr Freizeit oder mehr Geld
- Wahlmodell „Urlaub oder Geld“: bis zu 33 Tage Urlaub oder zusätzliches Gehalt. Ab 2027 bis 2029 ist jährlich ein zusätzlicher Urlaubstag möglich oder bis zu 1,35 Prozent mehr Gehalt. Die Wahl zwischen Urlaub oder Geld haben die Mitarbeitenden jährlich aufs Neue und können so flexibel und souverän je nach persönlicher Situation wählen.
- 2026 erhalten die Mitarbeitenden zusätzlich eine Einmalzahlung von 150 Euro
- 2026 wird für viele Beschäftigte zusätzlich eine Wahlmöglichkeit eingeführt, sich Mehrleistung auszahlen oder Zeit gutschreiben zu lassen.
- Ab 2027 erhalten die Mitarbeitenden jährlich 600 Euro Urlaubsgeld (plus 100 Euro gegenüber heute).
- Die Wahlmöglichkeit „Erhöhte Vollzeit“ wird verlängert. Damit können Mitarbeitende die Regelarbeitszeit von 36,5 bzw. 37,5 Stunden pro Woche auf bis zu 39 Stunden pro Woche mit entsprechender Entgeltsteigerung erhöhen.
Deutliche Entlastung durch Verbesserungen der Arbeitsbedingungen im Schichtdienst
- Erhöhung der Mindestruhezeit auf 11 Stunden ohne Ausnahmen ab 2027 (bisher Ausnahmen von 10 Stunden möglich).
- Zusätzlicher Urlaub als Ausgleich für Nachtarbeit auf bis zu fünf Tage erhöht.
- Ausweitung der Wendezeit in der Nacht auf durchschnittlich sechs Minuten für alle Metrobus-, Straßenbahn- und U-Bahn-Linien
- Erprobung einer gemeinsamen „Kommission Wendezeiten“ ab 2026 für weitere Verbesserungen.
Neue Modelle und Ideen für erhöhte Arbeitszeitsouveränität
- Das Thema Arbeitszeitsouveränität für Mitarbeitende bleibt für beide Parteien zentral und wird weiter im gemeinsamen Fokus stehen. Zu den Themen:
- Gestaltung Arbeitszeit
- Weiterentwicklung Dienstplangestaltung
- Wahlmöglichkeiten zwischen Arbeitszeit, Entgelt und Urlaub
werden die nach der Schlichtung 2025 begonnenen Aktivitäten gemeinsam fortgeführt. Das Ziel ist es, neue, praktikable Ansätze für die BVG zu ermitteln, unter gleichzeitiger Sicherstellung eines stabilen Betriebs für unsere Fahrgäste.
Die Tarifparteien haben daher bewusst entschieden, dass zentrale Stellhebel zur Arbeitssouveränität eine kürzere Laufzeit bekommen, um so auch in den kommenden Tarifrunden daran Anpassungen vornehmen zu können.
Zudem haben sich die Verhandlungsparteien darauf verständigt, ab Juli 2026 probeweise eine gemeinsame „Kommission Entgeltordnung“ einzuführen.
Lange Laufzeit sorgt für Stabilität
Die Laufzeit des Manteltarifvertrags beträgt 48 Monate und gibt dem Unternehmen Zeit, die zahlreichen Verbesserungen für die Mitarbeitenden stabil umzusetzen und betrieblich gut vorzubereiten, ohne Auswirkungen auf Betrieb und Fahrgäste zu haben. Zur Umsetzung des Wahlmodell Urlaubs müssen beispielsweise zusätzlich neue Mitarbeitende eingestellt und ausgebildet werden.
„Wir haben hart um sinnhafte Verbesserungen und deutliche Entlastungen gerungen. Am Ende steht ein starkes Gesamtpaket, das unsere Mitarbeitenden durch mehr Urlaub entlastet, noch bessere Arbeitsbedingungen schafft und viel Wahlfreiheit gibt. Gleichzeitig haben wir es geschafft, auch die wirtschaftliche und die Fahrgastperspektive nicht aus den Augen zu verlieren“, sagt Jenny Zeller-Grothe.
BVG und Verdi haben in insgesamt sechs Verhandlungsrunden seit Januar 2026 einen neuen Manteltarifvertrag verhandelt. Dabei ging es um weitere Verbesserungen der Arbeitsbedingungen der rund 16.000 BVG-Mitarbeitenden und der BVG-Tochter Berlin Transport (BT). Erst vergangenes Jahr haben BVG und Verdi in Entgelttarifverhandlungen finanzielle Verbesserungen für die Mitarbeitenden beschlossen. 2025 wurde die Erhöhung der Gehälter der BVGer*innen um bis zu 20 Prozent vereinbart.
26. März 2026
Information zur 6. Verhandlungsrunde
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Gewerkschaft Verdi haben sich am 25. und 26. März im Rahmen der aktuell laufenden Manteltarifverhandlungen wie geplant erneut zu intensiven Gesprächen getroffen. Über die Ergebnisse der Verhandlungen werden die Gremien am 27. März unterrichtet. Anschließend informieren beide Parteien die Mitarbeitenden und die Öffentlichkeit über den Ausgang der Gespräche.
20. März 2026
BVG-Angebot: Mehr Urlaub und persönliche Wahlmöglichkeiten
BVG legt starkes Gesamtpaket vor – lange Laufzeit für Stabilität – intensives Ringen um jedes Thema
In den aktuell laufenden Manteltarifverhandlungen zwischen der BVG und der Gewerkschaft Verdi hat die BVG in der fünften Verhandlungsrunde ein neues, deutlich erweitertes Angebot mit einer Laufzeit von 48 Monaten vorgelegt.
Mit dem Angebot erfüllt die BVG wesentliche Verdi-Forderungen für mehr Entlastung der Mitarbeitenden und bietet viele individuelle und konkrete Wahlmöglichkeiten zwischen mehr Geld oder mehr Freizeit. Das umfangreiche Angebot stößt an die Grenze der wirtschaftlichen Belastbarkeit des Landesunternehmens. Es hat eine Laufzeit von 48 Monaten, um die weitreichenden Verbesserungen ohne Auswirkungen auf einen stabilen Betrieb und damit die Fahrgäste umzusetzen.
Das Angebot setzt den Fokus auf das Thema „Arbeitszeitsouveränität“ und legt die Grundlage für die Weiterentwicklung und Modernisierung von Schichtmodellen sowie einer flexibleren Arbeitszeitgestaltung für die BVG-Mitarbeitenden, auf die sich BVG und Verdi schon in der Entgelttarifrunde 2025 verständigt hatten.
„Wir haben ein starkes und attraktives Gesamtpaket auf den Tisch gelegt und gehen damit wirtschaftlich an die Maximalgrenze. Wir erfüllen zentrale Forderungen von Verdi und sorgen weiter für Entlastung bei unseren Mitarbeitenden. Die angebotenen Maßnahmen zielen vor allem darauf ab, den Mitarbeitenden individuelle Wahlmöglichkeiten zu bieten zwischen mehr Geld oder mehr Freizeit“, sagt Jenny Zeller-Grothe, BVG-Verhandlungsführerin und Vorständin Betrieb und Personal.
Das BVG-Gesamtangebot im Detail
Mehr Urlaub: bis zu 33 Tage plus Urlaubsgeld
- Ein Tag mehr Urlaub für alle (Urlaubsanspruch ab 2028 bei 31 Tagen im Jahr)
- Wahlmodell: stufenweise zwei Tage Urlaub oder mehr Geld (bis zu 0,9 Prozent des Entgelts)
- Verlängerung Urlaubsgeld von 500 Euro pro Jahr
- Neuregelung und Anpassung Nachturlaub (100 Stunden statt bisher 150 = ein Tag Urlaub bis maximal vier Tage)
Entlastung durch verbesserte Rahmenbedingungen bei der Schichtplanung
- Erhöhung der Mindestruhezeit auf elf Stunden ohne Ausnahme
- Verringerung der Schichtlänge auf maximal 12 Stunden ohne Ausnahme
- Erhöhung der Arbeitszeit bei maximal 40 Prozent der Dienste auf bis zu neun Stunden – dadurch Flexibilisierung der Dienstplanung und deutliche Reduzierung des Anteils geteilter Dienste auf maximal fünf Prozent und Erhöhung der Zulage für geteilte Dienste von 12 auf 15 Euro ab 2028
Individuelle Arbeitszeit souverän wählbar
- Fortführung der Wahlmöglichkeit für erhöhte Vollzeit auf bis zu 39 Stunden pro Woche (Regelarbeitszeit aktuell 37,5 bzw. 36,5 Stunden pro Woche)
- Pilotprojekte für Erprobung weiterer Modelle zur Steigerung der Arbeitszeitsouveränität
Mehrleistung umwandeln in Freizeit oder Geld
- Einführung der Wahlmöglichkeit zwischen Auszahlung oder Zeitgutschrift bei Mehrleistung
Und obendrauf: Einmalzahlung
- Mitarbeitende erhalten eine Einmalzahlung von jeweils 150 Euro in den Jahren 2026 und 2027
Die BVG hat Verdi zudem die Pilotierung von Kommissionen für die Themen Wendezeiten und Entgeltordnung angeboten.
Wie geht es weiter?
Die BVG hat Verdi das Angebot offiziell unterbreitet und erwartet eine Rückmeldung der Gewerkschaft zum Gesamtpaket. Weitere Verhandlungstage sind für den 25. und 26. März vereinbart.
05. März 2026
BVG legt Angebot vor • Verhandlungskorridore definiert • Nächste Termine stehen
In den aktuell laufenden Manteltarifverhandlungen zwischen den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der Gewerkschaft Verdi hat das Unternehmen ein erstes Angebot vorgelegt. Das Angebot dient als Einstieg und Grundlage, um konkret und gemeinsam an definierten Themenfeldern zu arbeiten.
Die zweitägigen Verhandlungen waren konstruktiv und intensiv. Zu einzelnen Themenfeldern wurden gemeinsam Verhandlungskorridore abgesteckt. Verhandeln bedeutet, um Ergebnisse zu ringen, auch da, wo Vorstellungen weit auseinander liegen. Es ist in dieser Runde gelungen, schon erste Ergebnisse zu erzielen.
Wie im Zeitplan vorgesehen, kommen BVG und Verdi am 19. und 20. März erneut zusammen. Um Themen für die nächste Runde gut vorzubereiten, wurde heute ein zusätzlicher Sondierungstermin für den 12. März vereinbart.
„Der Einstieg in die konkreten Verhandlungen ist gemacht und wir bewegen uns aufeinander zu. Jetzt gilt es, weiter zu verhandeln und am Verhandlungstisch um Schwerpunkte und gute Lösungen zu ringen. Diese Erwartung dürfen die Mitarbeitenden und alle Berliner*innen zurecht an uns und Verdi haben“, sagt BVG-Verhandlungsführerin und Vorständin Betrieb und Personal, Jenny Zeller-Grothe.
Auf Basis des ersten Angebots wurde vereinbart, dass u.a. folgende Themenfelder weiter und intensiver verhandelt werden:
- Urlaub und Urlaubsgeld
- Mindestruhezeit
- Schichtlänge
- Wendezeit
- Geteilte Dienste
01. März 2026
Verdi-Streik bei der BVG beendet – Busse und Bahnen fahren wieder
Der Streik der Gewerkschaft Verdi gegen die BVG ist seit Beginn des Betriebs am Sonntagmorgen (3 Uhr) beendet. Der Verkehr von U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen lief wie geplant Schritt für Schritt an. Die BVG-Linien sind damit wieder ohne streikbedingte Einschränkungen unterwegs.
Die BVG ruft die Gewerkschaft Verdi erneut auf, gemeinsam am Verhandlungstisch nach realistischen Lösungen zu suchen, die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden nachhaltig weiter zu verbessern. Die nächsten Verhandlungen sind am 4. und 5. März geplant.
27. Februar 2026
Verdi bestreikt die BVG
Die BVG wird von der Gewerkschaft Verdi bestreikt. Seit Betriebsbeginn am Freitagmorgen (3 Uhr) stehen U-Bahnen, Straßenbahnen und die meisten Buslinien still.
Die BVG verurteilt den Streik als unverhältnismäßige Eskalation. Verdi folgt mit diesem Streik einer bundesweiten Dramaturgie, ohne die Berliner Realität anzuerkennen. Die Berliner Tarifverhandlungen liegen im Zeitplan. Die nächste Runde ist bereits für den 4. und 5. März geplant.
Der Streik soll laut Ankündigung der Gewerkschaft bis Betriebsschluss in der Nacht zu Sonntag andauern. Unberührt vom Streik bleiben die BVG-Fähren und die Sharing-Angebote von Jelbi.
Aktuelle Informationen, u.a. zu den fahrenden Buslinien finden Sie hier.
24. Februar 2026
Verdi-Streik gegen die BVG: „Völlig unverhältnismäßige Eskalation“
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verurteilen den angekündigten Verdi-Streik gegen das Unternehmen mit massiven Auswirkungen auf die Fahrgäste als „völlig unverhältnismäßige Eskalation“. Die Verhandlungen in Berlin liegen im vereinbarten Zeitplan. Und trotzdem eskaliert Verdi Berlin, um einer bundesweiten Verdi-Dramaturgie zu folgen, ohne die Berliner Realität anzuerkennen.
Verhandeln heißt: aufeinander zugehen und gemeinsame Schwerpunkte ausloten. Die BVG hatte in der letzten Runde angekündigt, ein auf die wichtigsten Themen priorisiertes Angebot für mehr Entlastung der Mitarbeitenden vorzulegen. Eine Rückmeldung zu den Verdi-Schwerpunkten steht weiterhin aus. Bis heute verharrt die Gewerkschaft auf ihren nicht finanzierbaren Maximalforderungen.
Das derzeitige Forderungspaket der Manteltarifrunde summiert sich mittlerweile auf über 150 Millionen Euro jährlich – plus eines Investitionsbedarfs von 200 bis 300 Millionen Euro für notwendige, neue Fahrzeuge. Das sprengt, wie mehrfach dargelegt, deutlich jeglichen wirtschaftlichen Rahmen und die Möglichkeiten des Landesunternehmens. Zumal bereits im vergangenen Jahr bis zu 20 Prozent mehr Gehalt für Mitarbeitende beschlossen wurde.
Die Arbeitsbedingungen bei der BVG sind auch im bundesweiten Vergleich sehr attraktiv: 37,5-Stunden-Woche, 30 Tage Urlaub sowie vielfältige Zulagen und Zusatzleistungen. Es gilt, nachhaltige und tragfähige Lösungen zu finden, die die tatsächlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden berücksichtigen, statt wie Verdi auf undifferenzierten Maximalforderungen zu beharren.
Wir sind da, wir reden, wir wollen eine Lösung am Verhandlungstisch. Dafür braucht auch Verdi endlich einen Fokus, statt sich weiter konsequent zu verweigern und grundlos zu eskalieren.
Die nächsten Verhandlungen sind gemeinsam für den 4. und 5. März vereinbart. Wie die BVG mit den anstehenden und geplanten Verhandlungsterminen angesichts der unverhältnismäßigen Eskalation umgeht, wird derzeit geprüft.
Informationen zur Tarifrunde 2025 finden Sie hier: Tarifrunde 2025 | BVG
18. Februar 2026
BVG: „Seriöses Angebot braucht klare Prioritäten“
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Gewerkschaft Verdi haben sich heute wie geplant zur dritten Runde der laufenden Tarifverhandlungen zum Mantelvertrag TV-N Berlin getroffen.
In dieser Runde lag der Fokus, wie von Verdi gewünscht und gemeinsam vereinbart, auf der detaillierten finanziellen und inhaltlichen Bewertung der zahlreichen Einzelforderungen der Gewerkschaft.
Zum Auftakt der Verhandlungen Mitte Januar hatte die Gewerkschaft dem BVG-Verhandlungsteam neben den Ende November 2025 kommunizierten Forderungen überraschend weitere Forderungen vorgelegt. Der Forderungskatalog der Gewerkschaft umfasst damit 17 Einzelthemen, inklusive der Erwartung, über eine 35-Stunden-Woche für alle Mitarbeitenden ab Januar 2027 bei vollem Lohnausgleich zu sprechen.
Die BVG legte erneut dar, dass die Summe aller Forderungen nicht finanzierbar ist und den Rahmen einer Manteltarifrunde sowie die finanziellen Möglichkeiten des Unternehmens weit überschreiten.
Um in den Verhandlungen voranzukommen, hat die BVG heute einen Vorschlag zur Priorisierung der Themen vorgelegt. Aus Sicht des Unternehmens stehen die Themen “Modell zur Steigerung Arbeitszeitsouveränität (mit Testphasen)”, “Urlaub” und “Umwandlungsmöglichkeit von Mehrleistung in Geld” ganz oben auf der Liste für die nächste Runde. Die Arbeitgeberseite wartet leider weiter auf eine Priorisierung der Themen durch Verdi. Sobald diese erfolgt, wird die BVG für die nächste Verhandlungsrunde ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen.
„Wir sind da, wir reden, wir sondieren. Um in der nächsten Verhandlungsrunde ein konkretes Angebot als Grundlage für weitere Verhandlungen vorzulegen, brauchen wir einen gemeinsamen Fokus. Unser Vorschlag liegt auf dem Tisch. Jetzt muss sich endlich auch Verdi positionieren”, sagt Jenny Zeller-Grothe, BVG-Verhandlungsführerin und Vorständin Betrieb und Personal.
Die Verhandlungen befinden sich im vereinbarten Zeitplan. Die nächste Runde ist für den 4. und 5. März terminiert.
Informationen zur Tarifrunde 2025 finden Sie hier: Tarifrunde 2025 | BVG
3. Februar 2026
Verdi-Warnstreik beendet: Busse und Bahnen fahren wieder planmäßig
Der von der Gewerkschaft Verdi organisierte Warnstreik bei der BVG ist beendet. Ab 3 Uhr am Dienstagmorgen lief der Betrieb wieder an. Inzwischen sind die gelben Busse und Bahnen in Berlin wie gewohnt unterwegs. Dank der vereinbarten „Enteisungsfahrten“ am Streiktag konnte auch der Straßenbahnverkehr auf allen Linien aufgenommen werden.
2. Februar 2026
Update zum Verdi-Warnstreik: BVG: Wir stehen für ernsthafte und fokussierte Verhandlungen bereit. Tram-Betriebsfahrten halten Oberleitungen eisfrei
Die BVG wird seit Betriebsbeginn von der Gewerkschaft Verdi bestreikt.
Seit Tagen arbeiten die BVG-Mitarbeitenden rund um die Uhr daran, die nach einem massiven Eisregen stark vereisten Oberleitungen der Straßenbahn zu enteisen. Das Streckennetz ist seit Samstag wieder befahrbar, die Arbeiten aufgrund der Wetterlage weiter herausfordernd. Um die Oberleitungen eisfrei und damit den Trambetrieb aufrechtzuhalten, sind weiterhin regelmäßige Fahrten und Arbeiten notwendig.
Daher hatten sich Verdi und BVG für den laufenden Warnstreik auf eine Sonderlösung für die Straßenbahninfrastruktur verständigt. Mit Verdi konnte die BVG verhandeln, dass heute auch während des Streiks Betriebsfahrten im Straßenbahnsystem möglich sind. Rund 70 Straßenbahnen sind im 30-Minuten-Takt im Tramsystem unterwegs, um bei der aktuellen Wetterlage Oberleitungen und Gleise eisfrei zu halten. Bislang ging der Plan auf. Die Witterungsbedingungen bleiben dennoch herausfordernd, weshalb die Straßenbahnen auch in der Nacht im Einsatz sind, um die Chance zu erhöhen, den Trambetrieb nach Streikende am Dienstagmorgen ohne größere Einschränkungen für die Fahrgäste wieder hochzufahren.
Die BVG verurteilt die Eskalation der Gewerkschaft in Berlin im Windschatten bundesweiter Aktivitäten weiterhin scharf. Das Unternehmen ruft wiederholt dazu auf, nachhaltige Lösungen für die Mitarbeitenden am Verhandlungstisch zu suchen. Dafür gibt es einen vereinbarten, gemeinsamen Fahrplan.
Im Rahmen der 2. Verhandlungsrunde hatte sich die BVG intensiv mit den Forderungen von Verdi auseinandergesetzt und die bisher bekannten und die Mitte Januar zusätzlich und überraschend verkündeten neuen Themen bewertet.
In der dafür vorgesehenen Verhandlungsrunde vergangenen Freitag hat die BVG das Bündel aller Forderungen – wie in der Auftaktrunde vereinbart – umfangreich finanziell bewertet und der Gewerkschaft vorgestellt. Die 17 Verhandlungsthemen (u. a. mehr Urlaub, kürzere Schichten, 35-Stunden-Woche, höhere Zulagen) umfassen ein Gesamtvolumen von gut 150 Millionen Euro Personalkosten pro Jahr, was einen zusätzlichen Personalbedarf von 1.330 Stellen ausmacht.
Damit übersteigen die Forderungen sowohl den Rahmen einer Manteltarifrunde als auch die finanziellen Möglichkeiten des Unternehmens. Vor diesem Hintergrund hat die BVG Verdi erneut aufgefordert, die Forderungen zu priorisieren. Dies ist die Voraussetzung dafür, einen realistischen Verhandlungskorridor zu definieren und ein seriöses erstes Angebot erarbeiten zu können.
Beide Seiten haben sich auf die nächste Verhandlungsrunde am 18. Februar verständigt.
2. Februar 2026
BVG wird von Verdi bestreikt
Die BVG wird wie angekündigt von der Gewerkschaft Verdi bestreikt. Seit Beginn des Betriebs am Montagmorgen, 3 Uhr, stehen für die Fahrgäste U-Bahn, Straßenbahn und die meisten Buslinien still.
Die BVG verurteilt die unverhältnismäßige Eskalation in den gerade erst begonnenen Tarifverhandlungen. Die Arbeitgeberseite ruft die Gewerkschaft Verdi auf, gemeinsam am Verhandlungstisch nach realistischen Lösungen zu suchen, die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden nachhaltig weiter zu verbessern.
Der Streik soll bis Betriebsschluss in der Nacht zu Dienstag andauern. Unberührt vom Streik bleiben die Sharing-Angebote von Jelbi. Aktuelle Informationen, u.a. zu den noch fahrenden Buslinien finden Sie hier: Streik | BVG
Aufgrund der anhaltenden Wetterlage und der Ausnahmesituation bei der Straßenbahn, haben sich BVG und Verdi darauf verständigt, dass einige Trams auch während des Streiks Betriebsfahrten ohne Fahrgäste durchführen können, um Oberleitungen und Gleise möglichst eisfrei zu halten. Mit dieser Maßnahme steigt die Chance, dass der Trambetrieb nach Streikende am Dienstagmorgen ohne größere Einschränkungen für die Fahrgäste wieder hochgefahren werden kann. Seit Samstagabend waren alle Straßenbahnlinien wieder in Betrieb. Die aktuellen Witterungsverhältnisse bleiben weiterhin herausfordernd.
31. Januar 2026
Ausnahmesituation bei der Tram: Verdi und BVG schließen für Streiktag Kompromiss, um Auswirkungen auf Fahrgäste und Mitarbeitende zu verringern
Seit Tagen arbeiten die BVG-Mitarbeitenden daran, die nach einem massiven Eisregen stark vereisten Oberleitungen der Straßenbahn zu enteisen. Nahezu das gesamte Streckennetz ist mittlerweile wieder befahrbar, die Arbeiten aufgrund der Wetterlage weiter herausfordernd. Um die Oberleitungen eisfrei und damit den Trambetrieb aufrecht zu halten, sind auch in den nächsten Tagen und Nächten regelmäßige Fahrten und Arbeiten notwendig.
Daher haben sich Verdi und BVG für den anstehenden Warnstreik am Montag auf eine Sonderlösung für die Straßenbahninfrastruktur verständigt. Trotz Streik werden regelmäßige, betrieblich notwendige Fahrten (ohne Fahrgäste) durchgeführt, um ein erneutes Vereisen der Oberleitungen zu verhindern. Mit dieser Maßnahme steigt die Chance, dass der Trambetrieb nach Streikende ohne größere Einschränkungen für unsere Fahrgäste wieder hochgefahren werden kann.
Weitere Informationen Sie hier: Streik | BVG
30. Januar 2026, 12:15 Uhr
"Unverhältnismäßige Eskalation": Verdi bestreikt Montag die BVG
Im Windschatten bundesweiter Aktivitäten ruft Verdi in Berlin zu einem Warnstreik gegen die BVG auf, obwohl die Verhandlungen in Berlin noch ganz am Anfang stehen und einem gemeinsam verabredeten Fahrplan folgen. Wie mehrfach betont, sind fokussierte und realistische Forderungen die Grundvoraussetzung für zielführende Verhandlungen.
Die BVG ist eine der attraktivsten Arbeitgeberinnen in der Metropolregion und der gesamten Branche. Als erstes und aktuell einziges Unternehmen der Branche hat man gemeinsam in den letzten Jahren die Wochenarbeitszeit schrittweise auf 37,5 Stunden pro Woche gesenkt. Ziel der BVG ist es, im Sinne der Mitarbeitenden mehr Flexibilisierung in die Arbeitszeitmodelle zu bekommen und individuelle Wahlmöglichkeiten zu schaffen.
Richtig ist, dass das Unternehmen das historisch hohe Ergebnis der Entgeltrunde 2025 stemmen muss. Es ist in den Revisionsverhandlungen gelungen, die daraus resultierenden Mehrkosten für Personal von rund 140 Millionen Euro pro Jahr langfristig und nachhaltig über den Verkehrsvertrag, und damit Landesmittel, aufzufangen. Da ist in diesem Jahr kaum Spielraum vorhanden, weshalb gemeinsam über nachhaltige Maßnahmen zur Entlastung der Mitarbeitenden gesprochen werden muss, ohne die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens zu gefährden.
Die BVG hat bisher keine der zahlreichen Forderungen zurückgewiesen, sondern steht im Rahmen der Verhandlungen weiterhin für Gespräche am Verhandlungstisch zur Verfügung.
Die BVG appelliert an die Gewerkschaft, den Streikaufruf für Berlin in der aktuellen Ausnahmesituation zurückzunehmen.
Angesichts der aktuellen Extremwetterlage und der weiterhin bestehenden Herausforderungen, insbesondere im Straßenbahnbetrieb, gefährdet die Arbeitsniederlegung den Tramverkehr in Berlin auch über den Streiktag hinaus und wirkt sich massiv auf unsere Fahrgäste aus. Rechtliche Schritte werden aktuell geprüft.
Mehr in dem Statement von heute, 09:15 Uhr: Manteltarifverhandlungen 2026 | BVG
Betriebliche Hinweise:
Die BVG wird am Montag, 02. Februar 2026, durch die Gewerkschaft Verdi bestreikt. Mit Betriebsbeginn (03:00 Uhr) am Montagmorgen muss daher der Betrieb von U-Bahn, Straßenbahn und Bussen der BVG bis Betriebsende (03:00 Uhr) eingestellt werden.
Die BVG-Fähren, Muva und Jelbi, sowie einige Buslinien, die im Namen der BVG von anderen Unternehmen betrieben werden, sind nicht betroffen. Aktuelle Informationen, etwa zu den im Einsatz befindlichen Buslinien, finden Sie hier: Streik | BVG
Angesichts der aktuellen Extremwetterlage und der weiterhin bestehenden Herausforderungen, insbesondere im Straßenbahnbetrieb, gefährdet die stundenlange Arbeitsniederlegung den Tramverkehr in Berlin erneut.
Alle Informationen zur Tarifrunde 2025 finden Sie hier: Tarifrunde 2025 | BVG
30. Januar 2026, 09:15 Uhr
„Unverhältnismäßige Eskalation“: Warnstreiks gefährden sicheren BVG-Betrieb
Die BVG verurteilt die Ankündigung der Gewerkschaft Verdi von Warnstreiks gegen die BVG am kommenden Montag, 2. Februar von Betriebsbeginn (3 Uhr) bis Betriebsende, scharf. Die Verhandlungen haben noch nicht einmal richtig begonnen. Voraussetzung für zielführende Verhandlungen und ein ernsthaftes Angebot sind realistische und fokussierte Forderungen.
Die BVG appelliert an die Gewerkschaft, den Streikaufruf für Berlin in der aktuellen Ausnahmesituation zurückzunehmen und Lösungen am Verhandlungstisch zu finden.
Angesichts der aktuellen Extremwetterlage und der weiterhin bestehenden Herausforderungen, insbesondere im Straßenbahnbetrieb, gefährdet die stundenlange Arbeitsniederlegung den Tramverkehr in Berlin erneut. Wenn bei der angekündigten Wetterlage die von vielen unermüdlichen Mitarbeitenden rund um die Uhr mühsam enteisten Oberleitungen nicht regelmäßig befahren werden, drohen durch Wiedervereisung erneute Einschränkungen für die Fahrgäste.
Aufgrund der zu erwartenden massiven und völlig unverhältnismäßigen Auswirkungen auf die Fahrgäste prüft die BVG rechtliche Schritte gegen den Streikaufruf der Gewerkschaft.
29. Januar 2026
Manteltarifrunde 2026: BVG legt Bewertung der Forderungen vor und bekräftigt: „Wir sind gesprächsbereit.“
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Gewerkschaft Verdi haben sich heute zur zweiten Runde in den laufenden Tarifverhandlungen zum Mantelvertrag TV-N Berlin getroffen.
Zum Auftakt der Verhandlungen Mitte Januar hatte die Gewerkschaft dem BVG-Verhandlungsteam neben den bereits kommunizierten Forderungen überraschend weitere Forderungen zugerufen. Der Forderungskatalog der Gewerkschaft umfasst damit 17 Einzelthemen, inklusive der Erwartung an eine 35-Stunden-Woche für alle Mitarbeitenden zum Januar 2027 bei vollem Lohnausgleich.
Verdi-Forderungen fern jeder Finanzierbarkeit
Die BVG hat das Bündel aller Forderungen – wie in der Auftaktrunde vereinbart – umfangreich finanziell bewertet und heute der Gewerkschaft vorgestellt.
Die 17 Verhandlungsthemen (u. a. mehr Urlaub, kürzere Schichten, 35-Stunden-Woche, höhere Zulagen) umfassen ein Gesamtvolumen von gut 150 Millionen Euro Personalkosten pro Jahr, was einen zusätzlichen Personalbedarf von 1.330 Stellen ausmacht.
Die Forderungen der Gewerkschaft sind in dieser Größenordnung nicht finanzierbar und sprengen sowohl den Rahmen einer Manteltarifrunde als auch jegliche finanzielle Möglichkeiten des Unternehmens. Erst im vergangenen Jahr hat das Unternehmen einen historisch hohen Entgelttarifvertrag abgeschlossen. Bei Tarifverhandlungen müssen auch gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie die betriebliche und wirtschaftliche Situation des Unternehmens beachtet werden. Seit 2024 fährt die BVG einen notwendigen Stabilisierungskurs, der das Unternehmen betrieblich, strukturell und finanziell wieder auf Kurs bringt.
„Wir wollen noch bessere Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden und ein gutes Angebot für unsere Fahrgäste. Dabei müssen aber beide Seiten die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens im Blick behalten und verantwortungsvoll mit den Mitteln eines Landesunternehmens umgehen“, appelliert Verhandlungsführerin und BVG-Vorständin für Betrieb und Personal, Jenny Zeller-Grothe.
Die BVG hat Verdi daher erneut aufgefordert, die Forderungen zu priorisieren, damit gemeinsam ein realistischer Verhandlungskorridor für die laufende Tarifrunde gesetzt werden kann. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass das Unternehmen ein seriöses erstes Angebot vorlegen kann.
Wahlmodelle statt Pauschalisierung
Aus Sicht der BVG ist ein Ansatz für nachhaltige Entlastung der Mitarbeitenden die Weiterentwicklung und deutliche Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen. Es gilt, die persönlichen Bedürfnisse der Beschäftigten über Wahlmodelle mit den betrieblichen Anforderungen in Einklang zu bringen, statt weiter nur auf pauschale Arbeitszeitabsenkungen zu setzen. In gemeinsam entwickelten Modellen und Lösungen, die sich auch über eine längere Zeit verproben und schrittweise umsetzen lassen, liegen große Chancen für noch attraktivere Arbeitsbedingungen.
„Die BVG will verhandeln und konstruktiv an Verbesserungen arbeiten, auf realistischer Basis“, fasst Jenny Zeller-Grothe zusammen.
Angesichts der aktuellen Wetterlage und der Herausforderungen für die Fahrgäste und die Mitarbeitenden, die seit Tagen an der Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebs arbeiten, ruft die BVG den Verhandlungspartner auf, auf die obligatorischen Drohgebärden und Eskalationen zu verzichten und gemeinsam am Verhandlungstisch für gute Lösungen zu sorgen. Dafür steht das Verhandlungsteam der BVG jederzeit bereit.
Die nächste Verhandlungsrunde findet, wie heute von beiden Seiten bestätigt, am 18. Februar statt.
13. Januar 2026
Verhandlungen zur Manteltarifrunde 2026 gestartet
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Gewerkschaft Verdi sind am heutigen Dienstag, dem 13. Januar, mit einem ersten Treffen in die Tarifrunde 2026 zum Manteltarifvertrag TV-N Berlin gestartet. In dem Auftaktgespräch wurden die jeweiligen Positionen und Forderungen ausgetauscht sowie die Rahmenbedingungen der anstehenden Tarifrunde besprochen.
Im Verlauf der Gespräche hat die BVG ihre Vorstellungen Verdi gegenüber verkündet. Die Gewerkschaft hat ihre Forderungen konkretisiert und ausgeweitet.
„Die BVG strebt faire, nachhaltige und verantwortungsvolle Lösungen für die Mitarbeitenden, das Unternehmen und Berlin an”, sagte Jenny Zeller-Grothe, Vorständin Betrieb und Personal und BVG-Verhandlungsführerin, im Nachgang des Verhandlungsauftakts.
Die BVG wird das Forderungspaket nun intern bewerten und sich auf dieser Grundlage auf die kommenden Verhandlungsrunden vorbereiten.
Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 29. Januar angesetzt. Darüber hinaus sind weitere Gesprächstermine im Februar und März vorgesehen.